Vier S40-Phones vorgestellt

Nokias "Hoffnung" - Asha 200, 201, 300 und 303

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Neben den ersten zwei Windows Phones hat Nokia auf seiner Hausmesse in London auch vier vielversprechende neue Symbian-S40-Modelle vorgestellt.

Bei seinem Plan, die nächste Milliarde Nutzer mit Nokia-Geräten ins Netz zu bringen, setzt der finnische Hersteller nicht nur auf Windows Phones. Mittel zum Zweck sind vielmehr primär äußerst preisgünstige Nahezu-Smartphones mit Symbian-S40 für Schwellenländer - Geräte, mit denen Nokia bereits im vergangenen dritten Quartal eine finanzielle Katastrophe vermeiden konnte. Anders als in Nordamerika und anderen westlichen Industrieländern hat Nokia in diesen Gegenden noch einen Ruf zu verlieren - und - als zweiter Unterschied - versteht es, die Wünsche der Anwender zu adressieren.

Highend-Modell mit Gigahertz-CPU: Das Nokia Asha 303
Highend-Modell mit Gigahertz-CPU: Das Nokia Asha 303
Foto: Nokia

Als jüngstes Ergebnis ihrer Erkenntnisse, was in Indien, Kenia oder Mexiko benötigt und geschätzt wird, stellten die Finnen auf der Nokia World in London vier Modelle der neuen Asha-Familie (Hindi für Hoffnung) vor: Die Geräte sollen eine einfache, bequeme und nicht zuletzt kostengünstige Nutzung von Internet und sozialen Netzwerken ermöglichen. Außerdem unterstützen die Mobiltelefone "Facebook Chat" und den SMS-Ersatz "Whatsapp Messenger". Auch Nokia Karten für Serie 40 und Angry Birds sind vorinstalliert, weitere Apps, Musik und Spiele können die Besitzer aus dem Nokia Store laden.

Topmodell der Viererbande ist das rund 115 Euro (vor Steuern) teure Nokia Asha 303 mit 2,6 Zoll großen, kapazitiven Touchscreen und Qwertz-Tastatur. Der schnelle Zugang zum Internet wird durch den leistungsstarken 1Ghz-Prozessor sowie 3G- und WLAN-Verbindungen unterstützt . Zusätzlich ist das Gerät mit dem neuen Nokia Browser ausgestattet, der Webseiteninhalte um bis zu 90 Prozent komprimiert.

Foto: Nokia

Das mit 85 Euro deutlich günstigere Asha 300 besitzt als einziges Modell der Serie anstatt der Qwertz- eine numerische Tastatur, außerdem arbeitet es mit einem technisch veralteten, resistiven Touch-Display. Angetrieben wird das Mobiltelefon von einem 1-Ghz-Prozessor. Weitere Features sind HSDPA, 5- Megapixel-Kamera, Musik-Player, FM-Radio sowie Bluetooth. Außerdem der interne Speicher per microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden.

Als Dual-SIM-Gerät wird sich das Asha 200 bei uns rar machen.
Als Dual-SIM-Gerät wird sich das Asha 200 bei uns rar machen.
Foto: Nokia

Die farbenfrohen Modelle Nokia Asha 200 und 201 knüpfen an den Erfolg der beiden Volltastatur-Handys Nokia E6 und C3 (ebenfalls mit Symbian S40) an. Als besonderes Extra unterstützt das Asha 200 dabei den Einsatz von zwei SIM-Karten, diese können dank "Easy Swap"-Technik ausgetauscht werden, ohne dass dabei das Mobiltelefon ausgeschaltet werden muss.

Besondere Zielgruppe Jugendliche: Das Nokia Asha 201 mit leistungsstarken Lautsprechern.
Besondere Zielgruppe Jugendliche: Das Nokia Asha 201 mit leistungsstarken Lautsprechern.
Foto: Nokia

Die Carrier-freundlichere Single-SIM Variante des Nokia Asha 200 - das Nokia Asha 201 - bietet dagegen immerhin eine 2-Megapixel-Kamera. Weitere Extras laut Nokia sind besonders leistungsstarke Lautsprecher, Stereo FM Radio sowie ein leistungsstarker Akku für bis zu 52 Stunden Musikgenuss. Asha 200 und 201 sollen vor Steuern lediglich 60 Euro kosten - letztes Modell ist allerdings erst im ersten Quartal 2012 verfügbar.