Nokia Asha 501

Nokias Asha-Handys werden smarter

10.05.2013
Das Asha 501 läuft anders als die bisherigen Asha-Feature-Phones nicht unter dem Nokia-Betriebssystem S40, sondern basiert auf der neuen Nokia-Asha-Plattform, mit der Nokia den Markt von Smartphones für Preise unter 100 US-Dollar erschließen möchte. Die bislang als Feature-Phones kategorisierten Asha-Handys schließen damit in ihrem Funktionsumfang weiter zu den Smartphones auf.

Das Nokia Asha 501 läuft als erstes Nokia-Handy unter der neuen Asha-Plattform, die ein ganzes Ökosystem aus Betriebssystem, nativen Diensten, App-Store und Monetarisierungsmöglichkeiten von Apps durch In-App Payment, Nokia Advertising Exchange (NAX) und dem Operator-Billing-Netzwerk des Handy-Herstellers umfasst. Sowohl das Nokia Asha 501 als auch die neue Plattform gehen im dritten Quartal dieses Jahres an den Start. Das Handy wird in einer Single-SIM- sowie in einer Dual-SIM-Variante mit EasySwap für den spontanen SIM-Karten-Tausch für einen Preis von 99 Euro (UVP) ohne Vertrag auch im deutschen Handel erhältlich sein. Nach Angaben von Nokia werden eine 4 Gigabyte große wechselbare Speicherkarte und ein Gutschein für den Download von 40 EA-Games aus dem Nokia Store im Lieferumfang des Nokia Asha 501 enthalten sein. Erstmals in der Asha-Familie kommen beim Asha 501 MIcro-SIM-Karten zum Einsatz.

Das Asha 501 ist das erste Billig-Nokia auf Basis einer ganz neuen Plattform.
Das Asha 501 ist das erste Billig-Nokia auf Basis einer ganz neuen Plattform.
Foto: Nokia

Zu den Features des 12,1 Millimeter dicken und 98 Gramm schweren Nokia Asha 501, das in sechs verschiedenen Farben zur Auswahl stehen wird, gehören ein 3 Zoll großer kapazitiver TFT-Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel und kratzfester Glasoberfläche, eine 3,2-Megapixel-Kamera, ein 128 Megsabyte großer interner Speicher sowie ein Steckplatz für eine bis zu 32 Gigabyte große microSD-Karte, ein Micro-USB-Port, eine 3,5-Millimeter-Headset-Buchse für handelsübliche Kopfhörer und ein Anschluss für ein Ladegerät mit 2-Millimeter-Connector. Das Handy funkt in GSM-Netzen um 900 und 1.800 Megahertz und unterstützt neben GPRS und EDGE für mobile Datenübertragungen auch Wlan für den Internetzugang an Hotspots. Der Akku soll für eine Sprechzeit von bis zu sieben Stunden oder eine Standby-Zeit von bis zu 48 Tagen bei der Single-SIM-Variante bzw. bis zu 26 Tagen bei der Dual-SIM-Version des Handys sorgen.

Die neue Nokia-Asha-Plattform ist eine globale Initiative des finnischen Herstellers, um den Markt der günstigen Smartphones unter 100 Dollar zu erschließen. Das neue System soll die bisherigen Stärken von S40 fortführen, schnellen Zugriff auf Anwendungen und Informationen durch Wischbewegungen ermöglichen und neue Features wie eine neue Benutzeroberfläche mit den zwei Homescreens "Home" mit klassischer Icon-Ansicht sowie einer zur Hälfte dynamisch aus den jüngsten Aktivitäten des Nutzers zusammengestellt "Fastlane"-Ansicht.

Zu den von Nokia für die neuen Asha-Handys angebotenen Diensten gehören etwa der schon bekannte Cloud-basierte Nokia-Xpress-Browser mit Datenkompirmierung, ein neuer Nokia Xpress Now genannter Assistenzdienst und ein Basisangebot an Nokia-Here-Karten. Außerdem wird es Apps für beliebte Anwendungen wie Facebook, Twitter, Nimbuzz oder WhatsApp geben. Entwickler, die Apps für das Nokia Asha 501 entwickeln, werden diese für alle Asha-Phones, die auf der neuen Plattform basieren, anbieten können, ohne dass sie den Code dafür umschreiben müssen.

Die neue Asha-Plattform hat seine Ursprünge in Nokias S40-OS sowie derÜbernahme des norwegischen Start-ups Smarterphone. Das erste mit S40 ausgestattete Modell, das Nokia 7110, stellten die Finnen 1999 vor. Es war das erste Telefon mit einem Browser, hatte damals aber noch ein monochromes Display mit einer Auflösung von 96x95 Pixel. Mittlerweile ist die Asha-Serie ein weiteres wichtiges Standbein für Nokia neben den Windows Phones der Lumia-Reihe. Allerdings erlebt Nokia auch in dem Niedrigpreis-Segment stärker werdende Konkurrenz durch immer günstiger werdende Smartphones gerade im Android-Bereich sowie durch den Start neuer Betriebssysteme für Billig-Smartphones wie Firefox OS, Jolla OS oder Ubuntu.

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