Profitabilität steigt

Nokia wächst dank Euroschwäche

30.07.2015
Der finnische Mobilfunkausrüster Nokia macht vor seiner geplanten milliardenschweren Übernahme von Alcatel-Lucent im Tagesgeschäft Fortschritte.

Beim Umsatz legte der ehemalige Handy-Weltmarktführer im zweiten Quartal im Jahresvergleich zwar nur dank des günstigen Euro um neun Prozent auf 3,21 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bei der Profitabilität zeigte sich nach dem schwachen Jahresbeginn aber Besserung, Vorstandschef Rajeev Suri verwies insbesondere auf Erfolge in der wichtigen Netzsparte. Unter dem Strich verdiente Nokia 347 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatten die Finnen dank des Verkaufs der Gerätesparte an Microsoft 2,51 Milliarden Euro verdient. Den Ausblick bestätigte das Management.

Nokia-Chef Rajeev Suri beim Capital Markets Day 2014
Nokia-Chef Rajeev Suri beim Capital Markets Day 2014
Foto: Nokia

Nokia konzentriert sich nach dem Verkauf der Handysparte auf das Ausrüstergeschäft für Netzwerke - also etwa Sendestationen für Mobilfunknetze. Mit dem Zukauf von Alcatel-Lucent will das Unternehmen insgesamt weltweit die Nummer eins werden vor dem schwedischen Rivalen Ericsson. Auch der Kartendienst Here steht zum Verkauf. (dpa/tc)

Nokia-Campus in Espoo bei Helsinki
Nokia-Campus in Espoo bei Helsinki
Foto: Nokia