An Patent-Troll

Nokia verkauft 500 Patente für 22 Millionen Dollar

10.08.2012
Nokia veräußert weitere Pfründe: Der finnische Hersteller hat jetzt über 500 Patente für 22 Millionen Dollar in bar an den Klingelton-Anbieter und Rechteverwerter Vringo weitergegeben.
Nokia-CEO Steven Elop verkauft das Tafelsilber.
Nokia-CEO Steven Elop verkauft das Tafelsilber.
Foto: Nokia

Die Summe von 22 Millionen Dollar muss bis zum 14. September an Nokia gezahlt werden. Sollten Einnahmen aus den Patenten den Kaufwert überschreiten, stehen Nokia 35 Prozent davon zu, teilte Vringo der Börsenaufsicht in den USA mit (PDF). Insgesamt erwirbt Vringo 109 in den USA eingetragene Patente und 31 Patentfamilien - zusammen sind das knapp über 500 Patente. Unter den Patenten sollen sich auch wesentliche Technologien für GSM, WCDMA (UMTS), LTE und DECT befinden.

Das US-Unternehmen Vringo hatte sich in diesem Jahr mit Innovate/Protect zusammengeschlossen, einem US-Unternehmen, das auf Patentverwertung spezialisiert ist und zuvor bereits Klagen gegen Google und AOL führte. Mit den neuen Patenten dürfte Vringo jetzt noch mehr Munition erhalten haben, um sich auf vermeintliche Konkurrenten einzuschießen.

Ein Grund für den Verkauf seitens Nokia wurde nicht genannt. Erst gestern berichtete Areamobile allerdings, dass der finnische Hersteller auch seine Anteile an QT abgestoßen hat. Schon früher hatte Nokia außerdem MeeGo verkauft, die Weiterentwicklung von Symbian ausgelagert und sein Stammwerk in Salogeschlossen – der angeschlagene ehemalige Weltmarktführer konzentriert sich ganz auf Windows Phone 8.

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