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Nokia verbreitet Zuversicht auf dem Mobilfunkmarkt

12.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nokia rechnet trotz sinkender Umsätze damit, im dritten Quartal 2001 sein gesetztes Gewinnziel zu erreichen. Als Gründe führt das finnische Unternehmen eine gesunde Gewinnspanne im Handy-Verkauf sowie eine steigende Nachfrage nach Mobiltelefonen in den USA an. Dennoch warnt der TK-Ausrüster vor einem Rückgang der Gesamtumsätze im dritten Quartal, da speziell die Carrier in Europa anstehende Investitionen in Netzausrüstung nach hinten verschöben.

Die Finnen erwarten für den Zeitraum zwischen Juli und September eine Pro-forma-Gewinnmarge von rund fünfzehn Prozent, der entsprechende Gewinn pro Aktie soll 14 bis 16 Cent betragen. Die Umsatzprognosen revidierte Nokia allerdings nach unten: Anstelle eines Anstiegs um bis zu fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal rechnet das Unternehmen jetzt mit einem zirka fünf Prozent niedrigeren Umsatz. Serge Tchuruk, Chef des französischen TK-Ausrüster Alcatel, stützt Nokias positive Prognose. Gegenüber Investoren sagte Tchuruk, die noch im Frühjahr vorhandenen Lagerbestände bei europäischen Mobilfunkbetreibern, etwa 30 bis 40 Millionen Handys, seien nun verkauft. Der schwedische Konkurrent Ericsson warnte dagegen vergangene Woche vor einer Verschlechterung des Mobilfunkmarktes und einer anhaltenden Flaute im Handy-Geschäft bis 2002 (Computerwoche online berichtete).

Nach der Bekanntgabe der Prognosen stieg die Nokia-Aktie gestern zunächst um knapp 15 Prozent auf 17,45 Euro. Im Zusammenhang mit dem Angriff auf das World Trade Center ging der Kurs jedoch anschließend wieder stark nach unten und schloss in Helsinki bei 14,6 Euro. Die endgültigen Resultate für das dritte Quartal wollen die Finnen am 19. Oktober bekannt geben.