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Nokia übertrifft im ersten Quartal eigene Prognose

21.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat im ersten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisschub die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Überschuss sei auf 863 (Vorjahr: 729) Millionen Euro oder 0,19 (0,16) Euro je Aktie gewachsen, teilte der Konzern am Donnerstag in Helsinki mit. Nokia-Chef Jorma Ollila begründete den Ergebnissprung mit Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen, wobei vor allem die Handy-Sparte zulegte.

Der Umsatz erhöhte sich auf 7,396 (6,348) Milliarden Euro und das operative Ergebnis auf 1,118 (1,019) Milliarden Euro. Damit übertrafen die Finnen ihre eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten. Branchenexperten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 0,15 Euro und einem Umsatz von 7,11 Milliarden Euro gerechnet. Die Nokia-Aktie stieg nach Vorlage der Quartalszahlen zuletzt um 3,99 Prozent auf 12,26 Euro.

Ollila stellte für das laufende zweite Jahresviertel weitere Zuwächse in Aussicht. Für das laufende Quartal rechnet Nokia mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,15 und 0,18 Euro und einem Umsatz von 7,9 bis 8,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr fuhr Nokia einen Gewinn je Anteil von 0,15 Euro und einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro ein. Der Infrastrukturmarkt werde 2005 leicht steigen, hieß es.

Nokia setzte in den ersten drei Monaten 53,8 Millionen Mobiltelefone ab - ein Plus von einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Zulegen konnte das Unternehmen vor allem in China, wobei der Absatz in Süd- und Nordamerika weiter schwach blieb.

Dennoch sagte Vorstandschef Ollila: "Ich bin extrem zufrieden mit der Performance im ersten Quartal." Er hob daher die Prognose für den in diesem Jahr erwarteten branchenweiten Handy-Absatz auf 740 (643) Millionen an. Zuvor war Ollila von rund 700 Millionen ausgegangen. Die Nachfrage nach Multimedia-Geräten liege über den Erwartungen, begründete der Manager die Anhebung.

Trotz der Zuwächse sank der Marktanteil von Nokia in den ersten drei Monaten gegenüber dem Schlussquartal 2004 um zwei Prozent auf 32 Prozent. Wegen der Einführung neuer Handys, mit denen der Konzern Lücken in seiner Angebotspalette schloss, betrug der durchschnittliche Handy-Preis (ASP) 110 Euro je Gerät. (dpa/tc)