Technik macht Billig-Handys Internet-fähig

Nokia übernimmt Mobile-Browser-Anbieter Novarra

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit dem Kauf will der finnische Hersteller die Mobile-Internet-Nutzung durch S40-Handys ermöglichen beziehungsweise verbessern.

Die in Chicago, Illinois, ansässige Firma Novarra hat eine mobile Browser- und Service-Plattform entwickelt, die es Nutzern ermöglicht, auch mit einfachen Handys und niedriger Bandbreite mobil auf das Internet zuzugreifen. Dazu werden Web-Inhalte so umgewandelt, dass diese an die spezifischen Gegebenheiten eines Handys, wie zum Beispiel Bildschirm- und Speichergröße, angepasst werden.

Nokia will mit Hilfe von Novarra zusätzliche Anwendergruppen, konkret die Nutzer der weltweit vermutlich am weitesten verbreiteten Handy-Plattform Nokia Series 40, dem Thema Mobiles Internet zuführen. "Die Anbindung der nächsten Milliarde an Endnutzern an das Internet wird primär über mobile Endgeräte erfolgen", führte Niklas Savander, Executive Vice President, Services, Nokia, in einer Stellungnahme aus. "Es ist daher eine unserer Hauptaufgaben, für eine optimierte Internet-Erfahrung auf all unseren Geräten zu sorgen."

Nokia geht davon aus, dass das neue Serviceangebot auf Basis der Novarra-Plattform noch in diesem Jahr verfügbar sein wird. Die Übernahme selbst soll bei Zustimmung der Regulierungsbehörden im zweiten Quartal 2010 abgeschlossen sein. Anschließend wird Novarra als Nokia-Tochter weitergeführt.