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Nokia steigert weltweiten Marktanteil auf 39 Prozent

16.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia hat für das dritte Quartal 2003 einen Nettogewinn von 823 Millionen Euro oder 17 Cent pro Aktie gemeldet, das sind 35 Prozent mehr als die 610 Millionen Euro oder 13 Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn stieg von 859 Millionen Euro um 34 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro, die operative Marge wuchs von 11,9 auf 16,8 Prozent (und im Handygeschäft sogar auf 22 Prozent). Zwar gingen die Einnahmen von 7,22 Milliarden Euro um fünf Prozent auf 6,87 Milliarden Euro zurück, hier machen sich aber vor allem negative Währungseffekte bemerkbar, ohne die der Umsatz um vier Prozent gestiegen wäre.

In der Handysparte war der Umsatz mit 5,62 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresquartal (5,63 Milliarden Euro) nahezu konstant, zudem konnte der Bereich seinen weltweiten Marktanteil auf 39 Prozent ausbauen. Im Infrastrukturbereich Networks sanken die Einnahmen von 1,54 Milliarden Euro um 21 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro, aufgrund erfolgreicher Restrukturierung schaffte die zuletzt stets defizitäre Division aber wieder den Break-even.

Für das vierte Quartal erwartet Nokia im Handygeschäft stagnierende oder leicht steigende Einnahmen (aufgrund des schwächelnden Dollars) sowie weiterhin starke Profitabilität. Die Netzsparte soll um die 1,4 Milliarden Euro erlösen und operativ erneut den Break-even erreichen. Das Nettoergebnis pro Aktie werde zwischen 20 und 22 Cent liegen, so Nokia. Für die gesamte Branche rechnen die Finnen mit einem Stückzahlenplus im Jahresvergleich um die 15 Prozent. Insgesamt sollen 2003 rund 460 Millionen neue Mobiltelefone verkauft werden. Nokia selbst will jeweils deutlich über dem Marktdurchschnitt zulegen. Im Netzinfrastrukturmarkt geht Nokia dagegen von einem weltweiten Rückgang von 15 Prozent oder mehr aus. (tc)