Aktie fällt

Nokia steckt weiterhin in der Krise

27.01.2011
Der weltgrößte Mobiltelefon-Hersteller Nokia steckt noch immer in der Krise.
Nokia-Zentrale in Espoo bei Helsinki
Nokia-Zentrale in Espoo bei Helsinki
Foto: Nokia

Zwar wuchs der wichtige Smartphone-Absatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um sieben Prozent auf 28,3 Millionen Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag im finnischen Helsinki mitteilte. Doch sank der Marktanteil von 38 auf 31 Prozent. Die Aktie fiel an der Börse in Helsinki um 4,81 Prozent auf 7,42 Euro. Zwischenzeitlich waren die Titel sogar bis auf 7,25 Euro abgerutscht. "Bei Nokia sieht es düster aus", sagte ein Analyst mit Verweis auf rückläufige Marktanteile. Weitere Experten sahen den Ausblick auf das erste Quartal als größten Belastungsfaktor für die Papiere an.

Am Markt war eine raschere Erholung des Marktführers erwartet worden. So enttäuschten die Finnen mit dem Ausblick auf die operative Gewinnspanne, die bei Geräten und Dienstleistungen im ersten Quartal dieses Jahres zwischen sieben und zehn Prozent liegen soll. Das Tochterunternehmen Nokia Siemens Networks dürfte den Angaben zufolge auf eine Marge zwischen minus drei Prozent und der Gewinnschwelle erreichen.

Elop präsentiert am 11. Februar neue Strategie

Nokia-CEO Stephen Elop
Nokia-CEO Stephen Elop
Foto: Nokia

Der Handymarkt hatte sich nach dem Tiefpunkt 2009 wieder erholt. Besonders nachgefragt sind Smartphones wie Apples iPhone oder das Galaxy S von Samsung . Bei Smartphones schwach auf der Brust, konnte Nokia von diesem Trend nur geringfügig profitieren. Der Umsatz legte im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal von 11,99 auf 12,65 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn fiel von 1,14 Milliarden auf 884 Millionen Euro. Unterm Strich sank der Gewinn um 21 Prozent auf 745 Millionen Euro oder 20 Cent je Aktie.

Der seit September amtierende Nokia-Chef Stephen Elop will am 11. Februar seine Strategie präsentieren, wie Nokia den Kampf mit etablierten Smartphone-Herstellern wie Apple und Samsung aufnehmen und zudem verlorene Anteile am unteren Ende des Marktes wieder erobern will. Der letzte große Erfolg Nokias liegt schon eine Weile zurück. Das N95 kam 2006, in der Ära vor dem iPhone. (dpa/tc)