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Nokia-Siemens-Beschäftigte demonstrieren gegen Job-Kahlschlag

08.05.2007
Die Beschäftigten des neuen Telekommunikations-Riesen Nokia Siemens Networks in Deutschland wollen sich den geplanten Stellen-Kahlschlag nicht gefallen lassen.

An den deutschen Standorten protestierten am Dienstag tausende von Mitarbeitern auf außerordentlichen Betriebsversammlungen während der Arbeitszeit gegen die Streichungspläne. "Die Beschäftigten sind wütend und sauer", sagte Michael Leppek von der IG Metall in München. Falls das Management die Pläne nicht zurücknehme, werde sich die Gewerkschaft die nächsten Schritte überlegen. Ein Unternehmenssprecher betonte, Betriebsversammlungen seien Informationsveranstaltungen und keine Demonstrationen.

Der Telekomausrüster Nokia Siemens hatte nur einen Monat nach dem Start angekündigt, in Deutschland bis zu 2900 der 13.000 Arbeitsplätze zu streichen. Weltweit fallen 9000 von bisher 60.000 Stellen weg.

In München versammelten sich allein am Standort St.-Martin-Straße laut Gewerkschaft mehr als 2000 Beschäftigte. Auf einer Kundgebung vor den Toren des Berliner Werkes waren es den Angaben zufolge ähnlich viele Mitarbeiter. Der Stellenabbau falle deutlich drastischer aus als erwartet, sagte die Berliner Betriebsratsvorsitzende Astrid Diebitsch. "Diese Zahlen haben uns völlig überrascht. Wir erwarten, dass vom Management Alternativen zum Arbeitsplatzabbau vorgelegt werden." Irene Schulz von der IG Metall sagte, es müsse jetzt darum gehen, die Marktstellung auszubauen und die "Belegschaft für das neue Unternehmen zu gewinnen, anstatt zu demotivieren". (dpa/tc)