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Nokia nimmt PDA-Markt ins Visier

03.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf seiner Mobility Conference in Monaco hat Nokia eine ganze Reihe von Neuheiten präsentiert. Die wohl interessanteste ist das kommende Smartphone-Modell "7710", mit dem der zwischenzeitlich schwächelnde finnische Handy-Weltmarktführer klar auch den Wettbewerb im Bereich Personal Digital Assistants (PDAs) angeht.

Das 7710 wird Nokias erstes Gerät mit berührungsempfindlichem Display und Stifteingabe. Es basiert auf dem Symbian-Betriebssystem und bietet typische Smartphone-Funktionen wie integrierte Digitalkamera und Radio, einen Internetbrowser und Musik-Player. Dazu kommen ein VPN-Client, E-Mail, Multimedia-Funktionen wie ein vorinstallierter E-Book-Reader und ein mobiler Weblog-Client. Das Display ist querformatig, misst acht mal vier Zentimeter und kann 65.536 Farbnuancen darstellen. In Europa soll das mit bis zu 128 MB Nutzerspeicher bestückte Gerät Anfang kommenden Jahres für rund 500 Euro auf den Markt kommen.

Daneben zeigte Nokia noch zwei weitere neue Mobiltelefone, nämlich das "6020" (VGA-Kamera und Camcorder, XHTML-Browser, GPRS, Java, Push-to-talk, E-Mail, SyncML) und das "3230" (1,3-Megapixel-Kamera mit Videoaufnahme und -bearbeitung, Klingelton-Editor, Foto-Drucksoftware). Dazu gab es noch verschiedene Headsets und Autoeinbausätze, teilweise mit Bluetooth-Funktechnik.

Anfang kommenden Jahres starten die Finnen außerdem einen interessanten Feldversuch: Besitzer eines Handys von Typ "3220" können dieses mit einer von Philips entwickelten Oberschale mit eingebauter NFC-Technik (Near Field Communications) versehen und damit dann im hessischen Hanau Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen. Dazu genügt es, das Telefon berührungslos an einem Lesegerät entlang zu führen. (tc)