Preiskampf und Währungseffekte

Nokia mit Gewinneinbruch im dritten Quartal

16.10.2008
Belastet von Währungseffekten hat der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet.

Der Überschuss fiel gegenüber dem Vorjahr um 30,5 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro, wie der Branchenprimus am Donnerstag in Helsinki mitteilte. Der Umsatz sackte um fünf Prozent auf 12,24 Milliarden Euro ab, was Nokia vor allem auf den starken Euro zurückführte.

Nokias erstes Touchscreen-Handy: Das N5800
Nokias erstes Touchscreen-Handy: Das N5800

Bereinigt um diese Effekte habe sich der Umsatz um ein Prozent erhöht, sagte Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo. Er sieht sein Unternehmen gerüstet, um die Marktposition auszubauen. Im abgelaufenen Quartal fielen die Finnen indes hinter der Konkurrenz zurück. Der Handy-Absatz kletterte zwar um fünf Prozent auf 117,8 Millionen, allerdings wuchs der Gesamtmarkt um acht Prozent. Rückschläge verzeichneten Nokia auf seinem wichtigsten Absatzmarkt Europa sowie in den Schwellenländern Asiens.

Preiskampf

Nokia habe sich dagegen entschieden, den harten Preisabschlägen der Konkurrenz zu folgen, hieß es. Der Anteil am Gesamtmarkt verringerte sich daher um zwei Prozentpunkte auf 38 Prozent und soll im laufenden Quartal auf diesem Niveau verharren. Für das Gesamtjahr rechnen die Finnen für die Branche mit 1,26 Milliarden verkauften Handys - das wäre ein Plus von zehn Prozent.

Ungeachtet einen Umsatzrückgangs von fünf Prozent steht die Netzwerksparte Nokia Siemens Networks (NSN) vor der Gewinnschwelle. Der operative Verlust aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Siemens AG verringerte sich auf eine Million Euro. Das Unternehmen sei auf dem besten Weg, sein Einsparziel von zwei Milliarden Euro zu erreichen, hieß es.

Mit der Quartalsbilanz verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten zum Teil deutlich. Nach heftigen Kursauschlägen notierte die Aktie von Nokia zuletzt 2,2 Prozent schwächer. (dpa/tc)