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Nokia liefert sauberes viertes Quartal ab

23.01.2003
Nokia hat seinen Gewinn im vierten Quartal 2002 mehr als verdoppelt und auch im Gesamtjahr deutlich gesteigert. Die Prognose für das erste Quartal 2003 fällt jedoch vorsichtig aus.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia hat heute Mittag seine mit Spannung erwartete Bilanz für das vierte Quartal 2000 veröffentlicht. Diese kann sich sehen lassen: Der Hersteller weist einen Nettoprofit von 1,05 Milliarden Euro oder 22 Cent pro Aktie aus, eine Steigerung um 132 Prozent gegenüber den 450 Millionen Euro oder neun Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Resultat enthält einen Zugewinn von 87 Millionen Euro aus Investitionen von Nokia Venture Partners. Den Umsatz steigerten die Finnen von 8,79 Milliarden Euro im Berichtszeitraum 2001 um immerhin ein Prozent auf 8,84 Milliarden Euro.

Für das komplette Geschäftsjahr ergibt sich aufgrund der schwächeren Vorquartale ein Umsatzrückgang um vier Prozent auf 30 Milliarden Euro (Vorjahr: 31,19 Milliarden Euro). Dafür stieg der Nettogewinn von 2,2 Milliarden Euro oder 46 Cent pro Aktie um 54 Prozent auf aktuell 3,38 Milliarden Euro oder 71 Cent je Anteilschein. Nokias liquide Mittel stiegen von 5,1 Milliarden Euro zu Ende 2001 auf inzwischen 8,8 Milliarden Euro. Für das gesamte Kalenderjahr empfiehlt der Vorstand die Zahlung einer Dividende von 28 Cent pro Aktie.

Nach Angaben von CEO (Chief Executive Officer) Jorma Ollila verkaufte sein Unternehmen im vierten Quartal rekordverdächtige 46 Millionen Endgeräte und erreichte damit geschätzt 39 Prozent Marktanteil (im gesamten Jahr hatte Nokia 33 neue Modelle auf den Markt gebracht). Zufrieden äußerte sich Ollila auch über die zunehmende Verbreitung des Betriebssystems "Series 60", das sich als führende Plattform für Smartphones etabliert habe.

Vorsichtiger Ausblick

Für das erste Quartal 2003 geht Nokia von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus. Das Unternehmen will seine Profitabilität und seinen Marktanteil im Kerngeschäft dennoch ausbauen. Es erwartet ein Wachstum zwischen null und neun Prozent für seine Handysparte und etwas schwächer für das restliche Business. Im zweiten Quartal sollen die Einnahmen dann stärker wachsen als im ersten. Für die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres rechnet die Firma mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 15 und 19 Cent.

Der weltweite Handymarkt sei nach vorläufigen Zahlen mit 405 Millionen verkauften Mobiltelefonen, was ein Plus von mehr als fünf Prozent darstelle, wieder zu Stückzahlenwachstum zurückgekehrt. Dabei hätten vor allem die Märkte in Europa und Asien mit jeweils rund acht Prozent stärker zugelegt als die USA mit geschätzten vier Prozent. Für 2003 erwartet Nokia ein Wachstum des Gesamtmarktes von zehn Prozent oder mehr. (tc)