Nokia gibt Jahresausblick: Handys werden billiger

19.02.2007
In Interviews in der "Welt am Sonntag" und der "Berliner Zeitung" gaben zwei Spitzenmanager von Nokia Ausblicke auf das Geschäftsjahr 2007 und äußerten sich zu generellen Trends in der Mobilfunkindustrie. Sie erwarten weiter sinkende Handypreise und plädieren für transparente Datentarife.

Nokia gab in Form zweier Interviews Einblicke in die eigenen Geschäftserwartungen für 2007 und Prognosen für die gesamte Mobilfunkbranche. Der "Welt am Sonntag" stand Konzernchef Chef Olli-Pekka Kallasuvo Rede und Antwort, die "Berliner Zeitung" führte ein Interview mit Kai Öistämö, Chef der Handy-Sparte von Nokia.

Vor allem eine Prognose wird die Konsumenten freuen: "Der Markt wird in diesem Jahr um bis zu zehn Prozent wachsen und die durchschnittlichen Verkaufspreise werden industrieweit weiter sinken", sagte Kallasvuo der "Welt am Sonntag". Auf das iPhone angesprochen, reagierte Kai Öistämö gegenüber der "Berliner Zeitung" gelassen: "Nokia hat bereits viele solcher Kombinationsgeräte aus Telefon, Minicomputer, Musikspieler und Kamera herausgebracht. Das iPhone enthält also genau das, was in unseren Telefonen längst steckt." Dass Apples Mobiltelefon ausschließlich auf ein Touchscreen zur Bedienung setzt, scheint er übersehen zu haben.

In Verbindung mit den wachsenden multimedialen Funktionen plädierte Öistämö für sinkende und transparente Datentarife in Form von Pauschalpreisen oder Flatrates und sprach sich für neue Finanzierungsformen für multimediale Inhalte aus: wie im TV soll Werbung hochwertige Inhalte zu niedrigen Kosten für den Endkunden ermöglichen. Dies sei ein vielversprechenderer Weg als alleine auf Digital Right Management (DRM) zu setzen, so Öistämö.

Inhalt dieses Artikels