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Nokia erwartet rosige Zukunft

06.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia schaut zuversichtlich in die Zukunft. Das finnische Unternehmen erwartet bis 2003 ein jährliches Plus beim Handy-Verkauf von 25 bis 35 Prozent.

Laut Nokia-Chef Jorma Ollila werden in der ersten Hälfte 2002 "eine Milliarde Menschen weltweit" ein Handy besitzen. Im Markt für mobile Dienstleistungen sollen die Anbieter bis zum Jahr 2005 Umsätze in Höhe von 600 Milliarden Dollar erwirtschaften - für das laufende Jahr werden die Umsätze mit 200 Milliarden Dollar beziffert. Nokias Anteil im Mobiltelefon-Markt ist eigenen Angaben zufolge mit 30 Prozent beinahe doppelt so hoch wie der von Motorola. Ollila erwartet, dass bis zu 50 Prozent der derzeitigen Handy-Nutzer in diesem Jahr und 80 Prozent im nächsten Jahr auf ein neueres Modell umsteigen.

"In der mobilen Welt steht uns das Beste noch bevor", freut sich Ollila. Die optimistischen Prognosen ließen denn auch prompt die Nokia-Aktien um 9,6 Prozent auf 54,10 Euro steigen. Nokias rosiger Blick in die Zukunft wird nicht von allen geteilt. Analysten und Investoren fragen sich, ob die Anbieter mit der Integration neuer Technologien wie UMTS rechtzeitig wieder profitabel werden. Außerdem glaubt so mancher, der Handy-Absatz habe den Zenit bereits erreicht. "Nokia ist mir ein bisschen zu zuversichtlich", erklärte etwa ein Stockholmer Telecom-Analyst.