Windows-Phone-Flaggschiff

Nokia bringt Lumia 900 in den Handel

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach dem - mehr oder weniger - erfolgreichen US-Launch ist das neue Windows-Phone-Flaggschiff-Modell der Finnen nun auch hierzulande erhältlich.

Das Anfang Januar auf der CES 2012 vorgestellte Lumia 900 steckt in einem schicken Unibdy-Gehäuse aus Polycarbonat und ist mit einem 4,3 Zoll großen AMOLED-Touchscreen mit Nokias hauseigener Clearblack-Technologie ausgestattet. Der Bildschirm löst allerdings nur mit 480 mal 800 Pixel auf und auch die übrige Hardwareausstattung ist nicht unbedingt up to date. Schuld daran ist nicht zuletzt Betriebssystem-Lieferant Microsoft, der seinen OEMs feste - und inzwischen leider veraltete - Vorgaben für Geräte mit Windows Phone gegeben hat So schlägt im Inneren des Smartphones nur eine Single-Core-CPU mit 1,4 Megahertz Taktung, der 512 MB RAM zur Seite gestellt wurden.

Der Speicher beträgt 16 beziehungsweise 32 GB und kann nicht erweitert werden. Anders als in den USA unterstützt das Lumia 900 hier auch kein LTE, sondern Dual Carrier HSPA+, das allerdings bis zu 42 Mbit/s Durchsatz bietet. Hervorzuheben sind noch das 8-Megapixel-Objektiv von Carl Zeiss, die 1-Megapixel-Frontkamera sowie die exklusiven Apps und Services wie Nokia Karten, Mix Radio oder Navigation. Betriebssystem ist Windows Phone 7.5. - ob ein Update auf Version 8 möglich sein wird, ist zumindest offiziell nicht bekannt.

Wie sich das in Schwarz, Weiß und Cyan angebotene Gerät in Deutschland schlägt, bleibt abzuwarten - nichtzuletzt wegen der allzu optimistischen Preisempfehlung von 579 Euro: In den USA lief der Verkaufsstart trotz anfänglicher Softwarepanne relativ gut an. Unterstützung bekam Nokia dabei selbst vom iPhone-Sprachassistenten Siri, der das Gerät zeitweise als „das beste Handy aller Zeiten" empfahl - inzwischen verweist die zugrundeliegende Suchabfrage von Wolfram Alpha aber wieder auf das Apple-Smartphone.