Gartner

Nokia bei Feature Phones immer noch eine Bank

15.12.2014
Alle reden über Smartphones - doch allein im vergangenen Quartal wurden auch noch über 150 Millionen einfache Handys verkauft. Zumindest in diesem Geschäft spielt der einstige Weltmarktführer aus Europa noch vorne mit.

Nokia hatte den Kampf um den Smartphone-Markt verloren, aber im schrumpfenden Geschäft mit einfachen Handys ist die Marke weiterhin stark. Im dritten Quartal wurden unter dem Nokia-Namen insgesamt 43,1 Millionen Mobiltelefone verkauft, wie die Analysefirma Gartner ausrechnete. Darunter dürften rund 34 Millionen einfache Handys gewesen sein, wie sich aus den am Montag veröffentlichten Zahlen ergibt. Microsoft hatte das verlustreiche Handy-Geschäft von Nokia in diesem Jahr gekauft und im Oktober beschlossen, den Markennamen nur noch für einfache Handys zu nutzen.

Das Nokia 130 von Microsoft kostet weniger als 20 Euro.
Das Nokia 130 von Microsoft kostet weniger als 20 Euro.
Foto: Microsoft

Insgesamt glichen sich der Rückgang im Geschäft mit simplen Mobiltelefonen und die Zuwächse im Smartphone-Markt laut Gartner zuletzt aus. Der Absatz der Computer-Handys sprang im dritten Quartal im Jahresvergleich von gut 250 auf 301 Millionen Geräte hoch. Die gesamten Verkäufe von Smartphones und einfachen Telefone blieben aber mit knapp 455,8 Millionen Geräten praktisch unverändert.

Samsung ist laut Gartner nach wie vor der weltgrößte Anbieter von Mobiltelefonen mit insgesamt 94 Millionen Geräten im vergangenen Quartal. Darunter seien 73 Millionen Smartphones gewesen. Ein Jahr zuvor wurde Samsung allerdings noch 80 Millionen Smartphones und insgesamt 117 Millionen Mobiltelefone los. Dem Marktführer aus Südkorea macht unter anderem die verstärkte Konkurrenz chinesischer Anbieter zu schaffen. (dpa/tc)