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Server-side JavaScript

Node.js und Fork io.js sind wieder vereint

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Node.js und io.js haben sich wieder vertragen. Der Fork von Ende 2014 ist reumütig zurückgekehrt, dabei geholfen hat die Linux Foundation.

Node.js ist eine quelloffene und betriebssystemunabhängige Runtime-Umgebung, mit der Webentwickler serverseitige Webanwendungen in JavaScript schreiben können. Verschiedene zentrale Node.js-Entwickler hatten sich Ende vergangenen Jahres mit dem Fork io.js abgespalten, weil sie mit dem offiziellen Projekt-Sponsor Joyent unzufrieden waren. Joyent hatte die Entwicklung von Node.js seither eifrig vorangetrieben und dafür sogar eigens eine Stiftung geschaffen.

Foto: node.js

Nun haben die Developer von io.js ihr Kriegsbeil begraben. Künftig gibt es wieder nur noch ein Node.js unter dem Dach der Node.js Foundation, auf die wiederum die Linux Foundation ein Auge hat. "Wenn Projekte eine Größe erreichen wie Node.js, dann brauchen sie die Neutralität, offene Governance und Community, wie sie nur eine Stiftung bieten kann", schrieb der Direktor der Linux Foundation, Jim Zemlin, in einer E-Mail an den britischen Branchendienst "The Register".

Im Zuge der Zusammenführung werden die Technical Committees von Node.js und io.js zum neuen Technical Steering Committee der Node.js Foundation kombiniert, das die Entwicklung des Projekts überwachen und die Code-Beiträge verwalten soll. Um die geschäftlichen Belange der Foundation kümmert sich ein separater Verwaltungsrat. Zu den Mitgliedern der Node.js Foundation gehören unter anderem DigitalOcean, Fidelity, IBM, Intel, Joyent, Microsoft sowie PayPal.