Paderborner sehen keine Wachstumsgrenzen für Datenverarbeitung:
Nixdorf hofft auf Kommunikationsmarkt
MÜNCHEN - Auch in den nächsten zehn Jahren sieht Heinz Nixdorf für die "junge Industrie" Datenverarbeitung keine Wachstumbremsen - allerdings müßte nach der Prognose der Padeborner Nixdorf Computer AG die Kommunikationstechnik in den nächsten Jahren schneller als die Datentechnik wachsen. Nixdorf selbst "hält es für möglich, in zwanzig Jahren die Hälfte seines Umsatzes mit Kommunikations-Technologie" machen zu können, in die das Unternehmen bereits "mehr als hundert Mannjahre" investiert hat.
Gleiche Wachstumsraten wie heute vorausgesetzt, würde die Nixdorf Computer AG dann rund 30 Millionen Mark Umsatz erzielen (1978: 1013 Millionen Mark), also auch deutlich mehr als die IBM Deutschland heute.
Daß gegenwärtig der Umsatz, "getragen von einer enormen Nachfrage nach Computern unserer Größe" (Nixdorf- Vorstand Klaus Luft), "mit großem Tempo (23 Prozent) wächst, freut Heinz Nixdorf auch deshalb, weil er "nämlich mit Genuß sieht, daß die /38 angekündigt wurde, aber nicht geliefert werden kann".
Auch der Auftragsbestand hat sich in den ersten sechs Monaten um 17 Prozent
auf 846 Millionen Mark verbessert".
Die aktuellen Verkaufsanstrengungen konzentrieren die Paderborner derzeit auf einen "handlichen Universal-Computer", der unter der Bezeichnung "LK 3000" vor allem neue Vertriebswege (sprich den Consumer-Bereich) für Nixdorf-Produkte eröffnen soll. An technischem Support bietet Nixdorf nunmehr auch für seine Kunden Hardware- und Software-Ferndiagnose, die das Unternehmen erstmals mit einer Baywa-Anwendung realisiert hat.
Angesprochen auf das Mitwachsen der Nixdorf-Produktpalette mit den Nixdorf-Produktpalette mit den Nixdorf-Kunden, wurde Nixdorf-Vorstandsmitglied Klaus Luft erst in einem Interview mit der COMPUTERWOCHE - siehe Seite 4 - im Anschluß an die Pressekonferenz deutlicher: Oberhalb der 8870 "sehen wir einen zusätzlichen Markt, für den wir bald eine konkrete Antwort haben werden".
