Adobe-Alternative

Nitro PDF Reader in Version 2.0

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die kalifornisch-australische Softwareschmiede Nitro PDF Software hat die neue Version 2.0 ihres kostenlosen "Nitro PDF Reader" veröffentlicht.
Der kostenlose Nitro PDF Reader 2.0 blendet keine Werbung ein und installiert auch keine Toolbars und dergleichen.
Der kostenlose Nitro PDF Reader 2.0 blendet keine Werbung ein und installiert auch keine Toolbars und dergleichen.

Der Freigabe ging eine einjährige Beta-Phase voraus, im Rahmen der Weiterentwicklung wurden vor allem Anwenderwünsche umgesetzt. Der Name Nitro PDF Reader ist im Vergleich zum Platzhirsch Adobe Reader übrigens irreführend, denn die gleichfalls kostenlose Nitro-Software kann PDFs auch erzeugen (über einen Windows-Druckertreiber, Plug-ins für Microsoft Office oder Drag and Drop von Dateien auf das Programmsymbol).

Zu den Neuerungen im Nitro PDF Reader 2.0 gehören PDF-Vorschau in gängigen Browsern (Firefox, Chrome, Internet Explorer), eine komplett erneuerte und im Vergleich zur Vorversion deutlich schnellere Creation-Engine mit kleineren resultierenden PDF-Dateien, eine optimierte und von Nitro selbst entwickelte Rendering-Engine, "QuickSign" zum Einfügen der eigenen Unterschrift aus einer Bilddatei sowie Unterstützung für OCG-Layer (Optional Content Groups) und XFA-Formulare (XML Form Architecture).

Der bislang nur für Windows (ab XP, Windows 7 auch x64) erhältliche Nitro PDF Reader verfügt über ein an die neueren Versionen von Microsoft Office angelehntes Ribbon-UI. Anders als beim Adobe-Pendant lassen sich mit dem Nitro Reader ausgefüllte Formulare auch abspeichern und nicht bloß ausdrucken. Weitere Features sind unter anderem das Rotieren von Dokumenten, Vollbildanzeige, Anzeige mehrerer PDFs in Tabs, PDF-Vorschau in Outlook und im Windows Explorer, Umwandlung in Text, Extrahieren von Bildern, Kommentar- und Teamarbeitsfunktionen und in puncto Sicherheit optional abschaltbares JavaScript und Beschränken des Internet-Zugriffs aus PDF-Dateien heraus (vertrauenswürdige Sites lassen sich whitelisten).

Nitro PDF Reader 2.0 bescheidet sich trotzdem mit deutlich weniger Plattenplatz und Arbeitsspeicher als der Adobe Reader. Als Systemvoraussetzungen nennt der Hersteller ab 1 Gigahertz CPU-Takt, 512 MB Arbeitsspeicher (1 GB empfohlen), mindestens 1024 x 768 Pixel Bildschirmauflösung, Office ab Version 2003 für die Integration sowie Microsofts .NET Framework ab 2.0. Für Unternehmen soll es in Kürze auch einen MSI-Installer für zentrale Rollouts geben. Eine Mac-Version ist laut Nitro-CEO Sam Chandler ebenfalls in Arbeit.

Für Nutzer, die bei der Arbeit mit PDF-Dateien noch deutlich mehr Funktionen brauchen als sie der kostenlose Nitro PDF Reader bereits bietet, hat Nitro das 99 Euro teure Nitro PDF Pro im Angebot. Davon soll im September das nächste Major Release 7.0 auf den Markt kommen.