Nippon Steel wagt sich auf DV-Markt

23.05.1986

TOKIO (CWN) - Als erstes Stahlunternehmen versucht die Nippon Steel Corp. (NSC) auf dem Computermarkt Fuß zu fassen. Als Orientierungshilfe setzt das japanische Unternehmen dabei auf die amerikanische Concurrent Computer Corp., mit der NSC ein Joint-venture einging.

Mit einem Stammkapital von 1,5 Millionen Dollar will sich die neue Concurrent Nippon Corp. im Laufe ihrer ersten Geschäftsjahre lediglich auf den Import und Absatz von Concurrent-32-Bit-Rechnern konzentrieren. 1988 oder 1989 soll das Unternehmen dann aber einen 32-Bit-Superminicomputer präsentieren. Dies wurde in dem Vorvertrag festgelegt.

Der US-Computerhersteller ist mit etwa 60 Prozent an der Neugründung beteiligt; der Rest fällt an NSC. Obgleich keine weiteren Einzelheiten des Joint-venture bekanntgegeben wurden, rechnet man nach Auskunft eines Sprechers für das dritte Geschäftsjahr mit Verkaufserlösen in Höhe von 600 000 Dollar.

Die japanische Daiwa Securities Co., die die Gründung der Kooperationsgesellschaft abwickelte, bezeichnete die Verbindung für beide Seiten als gelungen: Concurrents Bemühungen, sich auf dem japanischen Supermini-Markt stärker zu engagieren, fügte sich gut in die Diversifizierungsbestrebungen von Nippon Steel ein.

Der amerikanische Computerhersteller hofft, durch diese Zusammenarbeit mit NSC einen Keil in das japanische Marktgefüge treiben zu können, das gegenwärtig noch von Digital Equipment bestimmt wird. Concurrent Computer gehört dem amerikanischen Perkin-Elmer-Konzern an.