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Nimda: Anwender räumen auf

25.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Antivirenexperten von Trend Micro melden, dass der Virus Nimda langsam auf dem Rückzug ist. Am Wochenende hat er nach Einschätzung der Spezialisten nochmals 120.000 Rechner infiziert und somit insgesamt 1.3 Millionen Systeme befallen. Betroffene Anwender haben mittlerweile ihre Systeme bereinigt und wieder an das Internet gehängt.

So sind zum Beispiel seit gestern die rund 200.000 Mitarbeiter von Philips Electronics wieder online. Das Unternehmen war gleich am Dienstag vergangener Woche bei Ausbruch des Schädlings heimgesucht worden. Laut Firmensprechen Jeremy Cohen war dank vorhandener Backups das mehr als 60 Länder umspannende Firmennetz bereits 24 Stunden nach der Infektion wieder intakt. Mit der Anbindung an das Internet habe man jedoch aufgrung unüblicher Netzwerkaktivitäten noch gewartet.

Auch das Australische Parlament musste zwischenzeitlich seine Homepage vom Netz nehmen. Sie ist ebenfalls seit gestern wieder verfügbar. Laut Systemadministratoren habe auch der Einsatz aktueller Antivirensoftware Nimda nicht abhalten können. Bei der Regierung der Südaustralischen Provinz fielen fünf Prozent der Server aus.

In Deutschland zählen nach einem Bericht des Online-Newsdienstes "ZDNet" die Deutsche Bank und Siemens zu den prominentesten Opfern.