Systemkamera

Nikon 1 V1 im Test

23.01.2012
Von Verena  Ottmann
Die Nikon 1 V1 ist das zweite Modell aus Nikons kürzlich vorgestellter Systemkamerareihe. Mit ihr und dem Schwestermodell Nikon 1 J1 hinkt der Hersteller zwar zeitlich hinter der Konkurrenz her. Dennoch ist die Systemkamera interessant. Wieso, das verrät Ihnen der Test.
Nikon 1 V1
Nikon 1 V1
Foto: Nikon

Die Nikon 1 V1 ist die große Schwester der Nikon 1 J1. Im Gegensatz zu ihr besitzt die Nikon 1 V1 einen elektronischen Sucher mit 1 440 000 Bildpunkten, ein höher aufgelöstes Display und einen Verschluss, der wahlweise mechanisch oder elektronisch arbeitet. Doch dazu später mehr.

Bildqualität der Nikon 1 V1: Dezentriertes Objektiv und starkes Bildrauschen

Anders als bei der kleinen Schwester, der Nikon 1 J1, verlor die Nikon 1 V1 bei kurzer Brennweite zum Bildrand hin deutlich an Auflösung. Der Grund dafür: Wie die PC-WELT-Messungen ergaben, war das Kit-Objektiv der Nikon 1 V1 leicht dezentriert. Bei mittlerer und langer Brennweite waren die Werte besser. Insgesamt ergab das einen befriedigenden Wirkungsgrad, der einer Auflösung von 4,4 Megapixeln entspricht - also ein ganzes Megapixel weniger als bei der Nikon 1 J1.

BILDQUALITÄT

Nikon 1 V1

Wirkungsgrad / gemessene Auflösung

66,90 % / 4,4 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 64 / 80 / 100 / 200 / 400 / 800 / 1600 / 3200

- / - / 4,03 / 4,40 / 4,88 / 5,40 / 6,11 / 8,01

Darstellbare Blendenstufen Eingangsdynamik) / Helligkeitsstufen Ausgangsdynamik)

8,3 / 243

Scharfzeichnung

17,3

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,7 / 0,2 / 0,2 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

-2,5 / -0,6 / 0,0 %

Ansonsten fielen die Testergebnisse der Nikon 1 V1 ähnlich aus wie bei der Nikon 1 J1: Bereits bei ISO 100 war Bildrauschen zu erkennen, und der Helligkeitsabfall bei kurzer Brennweite gab ebenfalls Anlass zur Kritik. Die Eingangsdynamik war mittelmäßig und besagt, dass die Systemkamera bei kontrastreichen Motiven vereinzelt Details in den Lichtern und Schatten verliert. Der Ausgangsdynamik konnten die Tester nur ein "ausreichend" attestieren - die Anzahl der Helligkeitsstufen, die die Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen produziert, ist etwas zu gering.