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4,2 Millionen Dollar

Niklas Zennström investiert in 6Wunderkinder

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das Berliner Start-up 6Wunderkinder hat 4,2 Millionen Wagniskapital vom P2P-Pionier Niklas Zennström eingefahren.
Niklas Zennström lobt "die internationale Ausrichtung des Managements und das Wachstumspotenzial in Märkten rund um die Welt".
Niklas Zennström lobt "die internationale Ausrichtung des Managements und das Wachstumspotenzial in Märkten rund um die Welt".
Foto: Eirik Solheim

Zennström habe die Summe über seine Beteiligungsfirma Atomico investiert, teilt 6Wunderkinder im Firmenblog mit. Die Berliner haben mit "Wunderlist" zwar nicht die To-Do-Liste neu erfunden, aber das Konzept zumindest mit jeder Menge Eye Candy für sich und ihre Apps zu einem auch international beachteten und -lichen Erfolg gemacht. Derzeit arbeiten sie an der Ausbaustufe "Wunderkit" mit Zusatzfunktionen in den Bereichen Collaboration und Projekt-Management.

Niklas Zennström hatte zusammen mit seinem Kompagnon Janus Friis erst Kazaa und dann Skype erfunden. Letztere Internet-Kommunikationslösung verkaufte er dann für 3,1 Milliarden Dollar an eBay, das später ein Großteil des Kaufpreises abschreiben musste, weil die Integration in die eigenen Handelsplattformen nicht den erwünschten Erfolg brachte. Skype wurde danach erst vom Finanzinvestor Silver Lake und in diesem Jahr schließlich von Microsoft übernommen. Zennström gründete Atomico im Jahr 2006 und hat seither mehr als 50 Firmen auf vier Kontinenten finanziert.

6Wunderkinder will das Venture Capital in beschleunigte Produktentwicklung und Internationalisierung stecken. "Mit dieser Finanzierungsrunde können wir unsere Produkte skalieren, den Produktivitäts-Markt radikal aufmischen und Millionen neue Kunden überall auf der Welt erreichen", tönt CEO Christian Reber. Lukasz Gadowski weiß nicht, wie man "asozial" schreibt, wird das aber vermutlich anders sehen