CA World 2010

Niemand hält die Cloud auf

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Cloud Computing ist mittlerweile mehr als ein Hype, sagt Softwareanbieter CA. Auf seiner Hausmesse CA World präsentiert er derzeit neben neuen Produkten auch eine komplette Community und ein Bewertungs-Framework rund um Cloud-Dienste.

CA, ehemals Computer Associates, stellt momentan im Rahmen seiner Fachkonferenz CA World in Las Vegas eigene Visionen vor, wie Datacenter in Zukunft aussehen werden. Was sich bereits auf der letzten Jahresveranstaltung angedeutet hat, bestätigt sich nun: Cloud Computing ist alles andere als ein Hype, die Technologie hält Einzug in die Unternehmen. CA-CEO Bill McCracken ging in seiner Keynote sogar noch weiter: Firmen, die sich nicht den neuen Anforderungen und Möglichkeiten der Cloud anpassen, würden untergehen. Die Cloud und sämtliche damit verknüpften Technologien, wie etwa Virtualisierung, Software as a Service, Infrastructure as a Service oder Plattform as a Service würden den IT-Markt revolutionieren. Geht es nach McCracken ist die IT im Jahr 2011 bereits fundamental anders gestaltet als noch in diesem Jahr.

Keynote: Bill McCracken eröffnet die CA World 2010.
Keynote: Bill McCracken eröffnet die CA World 2010.

Cloud Computing ist ein dementsprechend strategisches Thema für CA. Drei neue Produkte wurden im Rahmen der Messe angekündigt, hinzu kommt eine neue Community namens Cloud Commons sowie SMI. Letzteres bedeutet Service Measurement Index, womit CA einen unabhängigen Industriestandard schaffen will, über den sich Cloud-Dienste einordnen, bewerten und vergleichen lassen.

Ferner nutzte der Hersteller seine Hausmesse, um eine erneute Namensänderung vorzunehmen: Künftig firmiert der Softwarekonzern unter CA Technologies. Einer der Gründe dafür klingt recht plausibel: "Man sei es leid gewesen, bei einer Suchanfrage nach CA lediglich Ergebnisse über Kalifornien (Bundesstaatenkürzel CA) zu erhalten", so McCracken.