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Niedersachsens Steuerbehörden wechseln auf Linux

29.05.2006
Rund 12.000 PCs werden von Solaris x86 auf Suse/KDE umgestellt.

Nach über zweijähriger Entwicklungs- und Vorbereitungszeit beginnt die heiße Phase eines der bedeutendsten Projekte in der Geschichte der Datenverarbeitung der niedersächsischen Steuerverwaltung: die Umstellung der Betriebssysteme aller 12.000 PCs auf Linux. Seit der Jahrtausendwende wurde immer wieder überlegt, so die Oberfinanzdirektion Hannover in einer Pressemitteilung, das seit 1993 eingesetzte Betriebssystem von Sun Microsystems ("Solaris x86") auf ein freies Open-Source-System umzustellen. Die Gründe für dieses Bestreben würden demnach auf der Hand liegen: frei zugängliche Quellen, keine Lizenzkosten sowie bestmögliche Unterstützung aktueller Hardware.

Ausschlaggebend für die Wahl eines Suse-Produktes waren die deutsche Sprachunterstützung und die Aktualität der Softwarekomponenten. Als grafische Benutzeroberfläche fiel die Entscheidung auf das K-Desktop Environment ("KDE"). Seit Ende April werden nach und nach alle Finanzämter umgestellt. Bis Ende September 2006 sollen die Desktop-Rechner mit Ausnahme von Telearbeitsplätzen und Servern unter Linux laufen. Das Land Niedersachsen sieht sich mit dem Schritt als Vorreiter für eine einheitliche, kostengünstige und leistungsfähige IT-Infrastruktur. (ajf)