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Niederländisches Gericht erlaubt Lindows als Firmennamen

28.05.2004

Ein Gericht in den Niederlanden hat gestern entschieden, dass die gegenwärtig eingeschränkte Nutzung des Namens Lindows durch die gleichnamige US-amerikanische Linux-Firma nicht die Windows-Handelsmarke von Microsoft verletzt. "Nicht jede Verwendung des Geschäftsnamens Lindows verletzt die Windows-Trademark", befand die Amsterdamer Richterin Rullmann. Lindows hatte nach früheren Urteilen seine Website und Software in "Linspire" umbenannt. Das Wort Lindows findet sich seither nur noch im Kleingedruckten der Web-Präsenz und in der Produktdokumentation mit dem ausdrücklichen Hinweis, es gebe keine Verbindungen zu Microsoft.

Der Redmonder Softwarekonzern wollte selbst dies nicht hinnehmen, was das Amsterdamer Gericht nun aber abschlägig beschied. In den USA hatte Microsoft in seinem Bestreben, den Namen Lindows auszulöschen, kürzlich ebenfalls einen Dämpfer erhalten - dort wird nun erst einmal grundsätzlich darüber entschieden, ob der generische Begriff Windows überhaupt als Handelsmarke schützenswert ist (Computerwoche.de berichtete).