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Niederländer schicken Java-Agenten durchs Netz

15.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die niederländische Softwareschmiede Tryllian hat unter dem Namen "Gossip" eine Internet-Software entwickelt, die lustig und nützlich zugleich ist. Nach der Installation der kostenlosen Software findet der Benutzer auf seinem Rechner fünf possierliche Agenten vor. Diese kann er jeweils mit einem Auftrag ins Internet losschicken. Zurück kommen die kleinen Progrämmchen nach einer zuvor eingestellten Zeitspanne mit einer (hoffentlich) interessanten Sammlung von Internet-Adressen (URLs = Uniform Resource Locators) zum gewünschten Thema. Laut Firmengründerin Christine Karman sollen Surfer auf diese Weise Adressen miteinander austauschen, die sie selbst für nützlich halten. Bislang treffen sich allerdings erst rund 2000 Agenten zum "Informationsaustausch" - für richtig brauchbare Resultate sollten es schon 100 000 oder mehr sein, schätzt Karman.

Bei der Programmierung des Agentensystems hat Tryllian Suns brandaktuelle Java-Version 1.3 (CW Infonet berichtete) benutzt. Karman erklärte, damit sei es "ausgesprochen einfach gewesen, die Mobilität der Programme zu erzeugen." Die neueste Version habe man wegen der deutlich verbesserten Sicherheits- und Grafikfähigkeiten gewählt.