Auf einer Weihnachtsfeier

Neulich … mit Steve Jobs

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Es begab sich zu einer Zeit ... als Steve Jobs bei Next Computer Geschäftsführer war und seine berühmten schwarzen Würfel verkaufte. Er machte sich aus dem fernen Cupertino in Kalifornien auf nach Bayern, um im Kreis der deutschen Kollegen Weihnachten zu feiern.

Die Bayern, ein rustikales Völkchen mit einer Vorliebe für deftige Speisen, organisierten die Weihnachtsfeier in einem Wirtshaus, das einen exzellenten Schweinebraten und weitere Spezialitäten vom Borstenvieh auf der Speisekarte führte. Während die Einheimischen sich wohlgestimmt den fleischlichen Genüssen hingaben, wollte sich bei Steve Jobs die gewünschte vorweihnachtliche Entspannung nicht einstellen. Je länger er die Speisekarte studierte, desto missmutiger schaute er drein. Die vielen Fleischgerichte hatten ihm, so ist es überliefert, die Laune gründlich verdorben. Der bekennende Pescetarier (Fleisch ist tabu, Fisch ist okay) entschied sich daraufhin - wohl aus Protest -, sich mit einer kargen Schale Reis zu bescheiden.

Kein deutscher Niederlassungsleiter, kein Koch konnte ihn mit Alternativvorschlägen versöhnen. Dass sich seine Laune bald weiter verfinsterte, war einer deutschen Kollegin aus dem Marketing zu verdanken.Mit den Waffen einer Frau - lange Beine, kurzer Rock - rückte sie ihm auf die Pelle und versuchte ihn flirtend bei Laune zu halten. Es half alles nichts.

Jobs verließ entnervt die Veranstaltung. Ein paar Tage später kam Post aus der Zentrale aus Kalifornien. Die meisten Mitarbeiter mussten gehen. Man versicherte, es habe nichts mit der Weihnachtsfeier zu tun gehabt, die Geschäfte liefen einfach nicht so gut, wie wir heute wissen.