Trainieren mit der App

Neulich im ... Fitness-Studio

Bernd Hilgenberg ist Vorstand Entwicklung und Technik bei der SHD AG in Andernach.
Auf sein Smartphone schwört IT-Manager Bernd Hilgenberg auch beim Sport. Der Sinn erschließt sich nicht jedem Mitglied eines Fitness-Studios.
Nicht alle Besucher von Fitness-Studios sind mit Sport-Apps vertraut.
Nicht alle Besucher von Fitness-Studios sind mit Sport-Apps vertraut.
Foto: Mircea Netea/Fotolia.com

Der gestresste IT-Manager muss ja etwas für seine Gesundheit tun. Ich zum Beispiel gehe gerne ins Fitness-Studio. Gestern sprach mich in der Umkleidekabine ein älterer Mann an. Er fragte mich, ob ich bei der Flugsicherung beschäftigt sei oder als Börsenmakler arbeite. Als er meine Sprachlosigkeit bemerkte, sagte er, dass er den Eindruck habe, ich müsse ständig in einer Art Bereitschaft sein. Dies könne er vor allem in Verbindung mit den genannten Berufen bringen. Ich blieb weiter sprachlos. Nun erklärte er mir, dass es doch keinen anderen Grund geben könnte, warum ich mit dem Handy zum Training komme und auch während des Trainings dauernd "mit dem Ding hantiere".

Manager Bernd Hilgenberg trennt sich ungern von seinem Smartphone, auch nicht im Fitness-Studio - sehr zur Verwunderung anderer Sportler.
Manager Bernd Hilgenberg trennt sich ungern von seinem Smartphone, auch nicht im Fitness-Studio - sehr zur Verwunderung anderer Sportler.
Foto: Bernd Hilgenberg

Langsam begann ich den Fitness-Kollegen zu verstehen. Als ich nach langer Abstinenz wieder mit dem Sport angefangen hatte, war mir vom Trainer der erste Trainingsplan auf Papier ausgehändigt worden. Dort konnte ich den Verlauf meines Trainingserfolgs mit dem Kugelschreiber notieren. Als Smartphone-Besitzer war das natürlich nichts für mich, so dass ich mir kurz nach den ersten Einheiten eine Fitness-App besorgte. Dort sind meine Trainingspläne gespeichert. Ich erfasse nun während des Trainings jede Übung. Zwischen den Übungen zählt ein Timer die Sekunden herunter, damit ich nicht zu lange oder zu kurz Pause mache.

Als ich das dem älteren Mann erklärte, sah er mich an, als ob ich ein Alien von einem anderen Stern wäre. Das hatte er nicht erwartet. Daten im Telefon statt mit Bleistift auf Papier zu erfassen erschien ihm dann doch ein wenig zu abgefahren.

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