Kreativer Freiberufler

Neulich ... auf einem Polizeirevier

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Ein IT-Freiberufler musste auf das Polizeirevier, weil er auf unkonventionellem Wege seine Unterlagen für das Finanzamt entsorgen wollte.
Ein IT-Freiberufler hoffte, dass ihn das Verschlucken seines Sticks vor der Steuerfahndung retten würde.
Ein IT-Freiberufler hoffte, dass ihn das Verschlucken seines Sticks vor der Steuerfahndung retten würde.
Foto: Blende 40/Fotolia.de

Der abgedroschene Spruch "So ändern sich die Zeiten" hat auch im digitalen Zeitalter seine Berechtigung behalten. Aktueller Anlass für diesen Seufzer: Wir kennen alle die Krimis, in denen der Übeltäter das Beweisstück in Form eines Blatt Papiers zerknüllt und herunterschluckt, so dass die Polizei machtlos zuschauen muss. Eine Neuauflage dieser Geschichte ereignete sich nun auf einem Polizeirevier im australischen Brisbane.

Die Gesetzeshüter rückten frühmorgens um sechs Uhr bei einem IT-Freiberufler zu Hause an - in der Tasche einen Durchsuchungsbefehl, da Verdacht auf Steuerhinterziehung bestand. Der Freelancer sah die Polizisten nahen, nahm seinen USB-Stick, auf dem alle Finanzdaten gespeichert waren, und verschluckte ihn kurzerhand, als die Beamten über die Türschwelle traten.

Die Ordnungshüter ließen sich nicht beeindrucken und nahmen den Freiberufler mit aufs Revier. Sie warteten so lange, bis der Stick den Körper des Freiberuflers auf natürlichem Wege verließ. Und siehe da: Die Polizisten konnten die Zahlen rekonstruieren, nichts war verloren gegangen. Noch läuft das Verfahren, so dass nicht bekannt ist, wie das Strafmaß ausfallen wird.

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