ISC 2009

Neuestes rund um Server, HPC, Networking und Storage

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Die International Supercomputing Conference (ISC) in Hamburg vom 23. bis 26. Juni ist Europas führende Ausstellung rund um die Themen High Performance Computing (HPC), Networking und Storage. Dell und NEC liefern schon mal ein paar Eindrücke vorab.

Im Mittelpunkt bei Dell steht auf der International Supercomputing Conference (ISC) in Hamburg der speziell für HPC-Anforderungen ausgelegte Server PowerEdge R410 stehen. Dell setzt im High Performance Computing auf Standard-basierte Cluster-Technologie. Der R410 ist ein leistungsstarker 1-HE-Rack-Server mit zwei Sockeln und Intel-Xeon-Prozessoren der 5500-Serie. Mit seiner Gehäusetiefe von lediglich 24 Zoll ist er auch optimal für den Einsatz in Rechenzentren mit beschränktem Platzangebot geeignet.

Generell liegt der Schwerpunkt von Dell auf der Entwicklung von IT-Lösungen, die die Komplexität von Rechenzentrums-Infrastrukturen und HPC-Umgebungen reduzieren. Mit den Servern der PowerEdge-Serie und den Storage-Produkten der EqualLogic-, PowerVault- und Dell/EMC-Reihen kann das Management von Rechenzentren mit einer konsistenten Netzwerk-Plattform erheblich vereinfacht werden.

Neben dem PowerEdge R410 präsentiert Dell auf der ISC Lösungen rund um die Themen Server, Storage und Virtualisierung. Hier bietet Dell abhängig von den kundenindividuellen Anforderungen maßgeschneiderte Konzepte auf Basis von VMware, Citrix oder Microsoft an.

NEC: Quantensprung bei Rechenleistung

NECs hochgezüchtete Cluster der LX-Serie sind prädestiniert für anspruchsvolle Industrie-Anwendungen.
NECs hochgezüchtete Cluster der LX-Serie sind prädestiniert für anspruchsvolle Industrie-Anwendungen.

Zentrales Schlüsselthema bei NEC ist ein neuartiges Lösungskonzept zur Leistungssteigerung von HPC-Clustern, das NEC in Kooperation mit dem Unternehmen Promise Technology präsentiert. Ferner zeigt NEC die jüngsten Entwicklungsfortschritte der Cluster-Lösungen seiner auf Intel- und AMD-Prozessoren basierenden LX-Serie und verkündet außerdem den neuesten Fortschritt bei dem PRACE genannten Forschungsprojekt (Partnership for Advanced Computing). NEC beteiligt sich an diesem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Höchstleistungszentrum Stuttgart (HLRS) und hat kürzlich neue Systeme für den dort installierten Prototypen geliefert.

Die Knoten der neuen High Performance-Cluster von NEC basieren auf den neuen Intel Prozessoren und vollziehen einen technologischen Quantensprung in Sachen Rechenleistung, Speicherbandbreite und Effizienz für HPC-Anwendungen. Die Cluster der NEC LX-Serie sind nach dem "Intel Cluster Ready"-Standard zertifiziert und entsprechen damit höchsten Standards, was die schnelle Inbetriebnahme der Systeme und die Kompatibilität der Komponenten anbelangt. Sie eignen sich dadurch hervorragend für Forschungsanwendungen im wissenschaftlichen und industriellen Umfeld. Dazu Dr. Andreas Findling. "Neben unseren SX-9-Supercomputern, die auf Vektortechnologie basieren, bieten jetzt auch unsere neuen HPC-Cluster der NEC LX-Serie die Möglichkeit, numerische Simulationen nicht nur performant, sondern auch mit höchster Zuverlässigkeit durchzuführen. Dass Intel bei der Entwicklung seiner Prozessoren zunehmend auf Technologien setzt, die Vektoroperationen unterstützen, bestätigt unseren Ansatz im HPC-Umfeld."