Green IT

Neues Zertifikat fürs Rechenzentrum

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Die Experton Group und der Zertifizierungsdienstleister Dekra haben ein Verfahren entwickelt, dass den Anforderungen an eine grüne IT umfassend gerecht werden soll.

In den letzten Monaten haben viele Anwender Anstrengungen unternommen, ihren IT-Betrieb zu modernisieren und zugleich umweltfreundlicher auszurichten. Betroffen davon sind davon vor allem die Rechenzentren. Einer Umfrage der Experton Group hatte ein gutes Drittel der Unternehmen bei Virtualisierungsprojekten im Server- sowie Storage-Bereich die Reduktion des Energiebedarf der IT und damit auch der CO2-Belastung durch den IT-Betrieb im Blick. Diese Bemühungen zielten auch darauf ab, den Energiebedarf der übrigen Geschäftsbereiche zu senken.

Um diese Verbesserungen objektiv überprüfen zu lassen und nach innen wie außen zu kommunizieren, nehmen immer mehr Unternehmen Green IT-Assessments und Zertifizierungen in Anspruch. Anbieter und Interessensgruppen haben sich zu diversen Konsortien zusammengeschlossen, die in den nächsten Monaten mit Zertifizierungsangeboten auf den Markt kommen werden.

Zertifikate sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn sie von Unternehmen ausgestellt werden, die weder an den eingesetzten Produkten noch an deren Implementierung beteiligt sind. Der Stuttgarter Dienstleiter Dekra Certification hat in Zusammenarbeit mit der Experton Group ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, das sowohl die technische Umsetzung von Green-IT-Anstrengungen als auch die dahinter stehenden Management-Prozesse und Systeme untersucht.