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Neues von der Display-Front

19.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mitsubishi Electric hat am Dienstag in Japan ein neuartiges Flüssigkristall-Display (LCD) vorgestellt, das man von beiden Seiten betrachten kann. Entwickelt wurde dieses zunächst für Clamshell-Handys (Mobiltelefone mit Klappdeckel), die damit dünner und leichter werden sollen. Solche Geräte arbeiten derzeit meist mit zwei Displays, einem großen im Deckelinnern und einem kleineren, das in zugeklapptem Zustand von außen sichtbar ist. Mitsubishis neues Display verwendet eine neuartige Hintergrundbeleuchtung, die um den Bildschirm herum angeordnet und durchsichtig ist. Der Hersteller zeigte zwei unterschiedliche Ausführungen, von denen die komplexere ein Bild und vor allem Text auf beiden Seiten korrekt und nicht spiegelverkehrt anzeigt.

Derweil hat das Joint Venture Toshiba Matsushita Display Technology mitgeteilt, es habe ein SXGA+-Display (1400 x 1050 Pixel) mit 14,1 Zoll Diagonale entwickelt, das nur 2,7 Watt Strom verbraucht. Herkömmliche Bildschirme gleicher größer und Auflösung liegen hier zwischen 3,5 und vier Watt. Eine weitere Ausführung mit XGA-Auflösung (1024 x 768 Bildpunkte) bescheidet sich gar mit 2,38 Watt.

In Sachen Stromverbrauch hat Intel angekündigt, sein kommender Notebook-Prozessor "Sonoma" werde eine Technik enthalten, um den Energieverbrauch von Bildschirmen zu reduzieren. Last, but not least hat die Standard Panels Working Group ihre Spezifikation "SPWG 3.0" veröffentlicht. Der Verband setzt sich aus Notebook- und Display-Herstellern zusammen, die mechanische und elektrische Standards für Portable-Displays definieren wollen. SPWG 3.0 empfiehlt unter anderem, so genannte Inverter (diese verwandeln den Gleichstrom aus dem Akku in Wechselstrom für die Hintergrundbeleuchtung) direkt ins Panel zu integrieren. Dies soll nach Angaben von Kamal Shah von Intels Mobile Platforms Group energieeffizientere Designs ermöglichen. (tc)