Endpoint Protection for Mac

Neues McAfee-Sicherheitspaket für den Mac

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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McAfee hat ein neues Sicherheitspaket für Apple-Rechner vorgestellt, das besonders Unternehmen und Behörden adressiert.

Apple-PCs mit installiertem "Endpoint Security for Mac" lassen sich über dieselbe Konsole verwalten wie Windows-Endgeräte (der "ePolicy Orchestrator" von McAfee liefert dazu Reports zu allen sicherheitsrelevanten Faktoren). Endpoint Security for Mac umfasst einen Virenscanner (bei Bedarf mit selektivem Scanning für mehr Systemleistung), einen Spywareschutz, einen Anwendungsschutz (dieser regelt und kontrolliert die Installation von Applikationen und soll vorhandene Programme vor Manipulationen schützen) sowie eine System Firewall (Mac OS X enthält bereits eine für eingehenden Traffic). Systemvoraussetzung ist laut McAfee Mac OS X ab Version 10.4, auch das neue "Snow Leopard" (10.6) wird bereits unterstützt.

Trotz langsam steigender Marktanteile sind Apple-Rechner seit Jahren von nennenswerten Malware-Attacken verschont geblieben - angesichts dessen sei die Frage gestattet, ob nicht die kommerziellen Security-Produkte von McAfee und Co allesamt nur über Panikmache verkauft werden. Die Firewall des Betriebssytems (eventuell noch in Kombination mit "Little Snitch") sowie ein Open-Source-Scanner wie ClamXav für Virenprüfungen bei Bedarf sollten auch für Macs in heterogenen Netzen vollkommen ausreichen. Wer allerdings auf seinem Apple-Rechner ein virtuelles Windows betreibt, sollte zumindest dieses mit einem dauerhaft aktiven Virenscanner versehen - hier empfehlen sich neuerdings die einfachen und im Gegensatz zum ebenfalls kostenlosen Avira unaufdringlichen Microsoft Security Essentials.