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Neues Internet-Tool aus deutschen Landen

29.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Arbeitskreis Multimedia im Raum Mainz/Wiesbaden hat ein interessantes Tool für die effektivere Nutzung des World Wide Web entwickelt. Der kostenlose "MM3-WebAssistant" installiert sich als Proxy-Server auf dem PC (oder Server) des Anwenders und speichert häufig genutzte Seiten vollständig als lokale Kopie. Dabei geht der Web-Assi aber in vielen Bereichen über die Funktionalität bekannter Alternativen hinaus:

Die besuchten Sites werden unter dem Domain-Namen in einer übersichtlichen Baum-Hierarchie abgelegt. Dabei wird das Dateisystem des jeweiligen Betriebssystems benutzt.

Archive lassen sich nach eigenen Kriterien zusammenstellen und in getrennten Ordnern speichern. Diese können auch auf andere Speichermedien (zum Beispiel CD-ROMs im plattformübergreifenden "Joliet"-Format) ausgelagert werden.

Eine weitgehende Filterung von Seiten und die Profil- beziehungsweise Session-Einstellung lassen sich individuell konfigurieren. Damit kann man zum Beispiel auch Werbung ausblenden.

Die Programmierer sehen für den MM3-WebAssistant eine Vielzahl von privaten und geschäftlichen Nutzungsmöglichkeiten. Zwei Anwendungsbeispiele:

Für Kundengespräche oder Vorträge kann der Nutzer Websites auch ohne Online-Anschluß in gewohnter Darstellung (und ohne Rücksicht auf die aktuelle Netzauslastung) verwenden.

Bevor eine Internet-Präsenz online gestellt wird, läßt sie sich (auch mit allen Links auf externe Sites) offline testen.

Der MM3 WebAssistant ist komplett in Java geschrieben. Das gesamte Archiv inklusive Dokumentation umfaßt nur rund 200 KB, das Programm läuft auf allen Plattformen mit aktueller Java Virtual Machine (JVM).