Oracle

Neues Datenbank-Appliance für Mittelständler

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Oracle hat ein neues Datenbank-Appliance auf Basis von x86-Hardware von Sun Microsystems für mittelgroße Anwenderunternehmen vorgestellt.

Was ein wenig erstaunen mag, hatte doch Konzernchef Lawrence "Larry" Ellison einer Meldung von "Ars Technica" zufolge erst tags zuvor in der Telefonkonferenz zu den softwareseitig hervorragenden Oracle-Quartalszahlen erklärt: "Mit ist es wurscht, wenn unser Commodity-x86-Business auf Null geht."

Das neue Oracle Database Appliance
Das neue Oracle Database Appliance
Foto: Oracle

Das neue "Database Appliance" ist allerdings nicht wirklich Commodity: In der Standard-Konfiguration handelt es sich um zwei geclusterte Zweiprozessor-Server mit Xeon-CPUs unter Oracle Linux mitsamt 12 Terabyte Plattenspeicher und 73 Gigabyte SSD-Storage. Das Ganze passt in ein 4U hohes Rackmount-Gehäuse. Die 12 TB Plattenplatz sind zwecks Hochverfügbarkeit dreifach gespiegelt, sodass die effektive Kapazität bei rund 4 TB liegt.

Auf dieser Hardware läuft die Datenbank Oracle 11g mit Real Application Clusters (RAC) für den Server-Failover und einer "Pay-as-you-go"-Softwarelizenz, die es Kunden gestattet, nach und nach mehr Rechenpower einzusetzen. Die vier Xeons in den beiden Servern haben 24 Cores; Kunden können aber die Datenbank theoretisch bereits mit zwei Prozessorkernen betreiben und dann nach und nach mehr Lizenzgebühren zahlen statt neue Hardware anzuschaffen.

Bislang war Oracle mit seinen "Datenbank-in-a-Box"-Lösungen nur mäßig erfolgreich, primär aufgrund der Tatsache, dass sich KMUs die teure Oracle-DBAs nicht leisten können. Ob sich das mit dem neuen Appliance ändert, bleibt abzuwarten - Ellison wird kaum wollen, das Großkunden diese Lösung kaufen, um sie statt High-end-Servern von Oracle in ihre Rechenzentren zu packen.