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Neues Berufsbild Social Media Manager

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Zehn Prozent aller Unternehmen haben Experten für das Web 2.0 eingestellt, Tendenz steigend, hat der Branchenverband Bitkom in einer Umfrage ermittelt.
Dieter Kempf, Bitkom: "Unternehmen schaffen Stellen für Social Media Manager."
Dieter Kempf, Bitkom: "Unternehmen schaffen Stellen für Social Media Manager."
Foto: DATEV

"Das Social Web wird für Unternehmen als Kommunikationskanal immer wichtiger, und Firmen reagieren darauf, indem sie neue Stellen schaffen", kommentiert Bitkom-Präsident Dieter Kempf die aktuelle Umfrage seines Verbands unter 1500 Firmen unterschiedlicher Branchen. Die Social-Media-Spezialisten koordinieren, steuern und überwachen die Aktivitäten der eigenen Mitarbeiter in sozialen Online-Medien. Dazu gehören unter anderem Online-Netzwerke wie Facebook oder Xing, Informationsdienste wie Twitter oder Blogs und Video- und Foto-Communities wie Youtube oder Flickr.

Müssen viele Fäden spinnen: Social Media Manager
Müssen viele Fäden spinnen: Social Media Manager
Foto: Benicce, Fotolia.de

Laut Erhebung kommen die Social-Media-Spezialisten bisher überwiegend in großen Firmen zum Einsatz. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der befragten Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz haben bereits Mitarbeiter, die sich um die Kommunikation im Web 2.0 kümmern. Weitere 20 Prozent der Großunternehmen planen konkret die Schaffung einer entsprechenden Position in den kommenden sechs Monaten. Von den mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von einer Millionen Euro bis 50 Millionen Euro verfügen immerhin 17 Prozent über Social Media Manager, weitere vier Prozent planen entsprechende Stellen. Unter den Kleinunternehmen haben erst vier Prozent einen Social-Media-Experten. Vorreiter in den verschiedenen Branchen sind ITK-Unternehmen mit einem Anteil von 23 Prozent, dicht gefolgt vom produzierenden Gewerbe mit 21 Prozent.

Bewerber sollten eine starke Affinität zu sozialen Online-Medien haben und dort selbst aktiv sein. Wichtig ist ein ausgeprägtes technisches Verständnis. Social-Media-Experten müssen keine Programmierer sein, sollten aber über die aktuellen ITK-Trends gut informiert sein.