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Neuer Tschernobyl-Virus hängt sich an Klez.H

07.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Antivirenexperten von Symantec warnen vor einer neuen Version des als "Tschernobyl-Virus" bekannten "W95.CIH". Die am 30. April 2002 entdeckte Version "1049" entfaltet seine Schadenswirkung am 2. August jedes Jahres. Wie das vor vier Jahren erstmals aufgetauchte Original löscht der neue Tschernobyl-Virus Daten auf der Festplatte und kann auf PCs mit so genanntem Flash-Bios auch das CMOS zerstören. Dieser Schaden macht einen Austausch der defekten Hardware nötig.

Laut Symantec infiziert W95.CIH 1049 verschiedene Varianten des Klez-Wurmes, darunter auch die im April verstärkt aufgetauchte Version "H" (Computerwoche online berichtete). So nutzt der Virus, der sich selbständig nicht ausbreiten kann, die Verbreitungsmechanismen des Wurmes. Obwohl Tschernobyl auf allen Windows-Versionen lauffähig ist, kann er seine Schadenswirkung nur auf mit Windows 95, 98 und ME betriebenen Rechnern entfalten. Die Experten raten jedoch allen Anwendern, die Signaturen ihrer Antivirensoftware auf den neuesten Stand zu bringen. (lex)