Michael Rogers

Neuer NSA-Chef sieht Snowden-Enthüllungen gelassen

30.06.2014
Der neue Chef des US-Geheimdienstes NSA, Admiral Michael Rogers, sieht die Enthüllungen der vergangenen Monate demonstrativ gelassen.

Die Veröffentlichungen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden über das weltweite NSA-Spähprogramm hätten dem Geheimdienst keinen wirklich großen Schaden zugefügt. Die Folgen für die NSA seien nicht so, "dass der Himmel einstürzt", sagte Rogers der "New York Times". Allerdings gebe es Terroristengruppen, die ihre Kommunikation verändert hätten, um einer Überwachung zu entgehen, fügte er hinzu.

Michael S. Rogers, Admiral U.S. Navy, Director National Security Agency
Michael S. Rogers, Admiral U.S. Navy, Director National Security Agency
Foto: NSA

Dagegen hatten US-Politiker sowie der frühere NSA-Chef, General Keith Alexander behauptet, die Snowden-Enthüllungen hätten katastrophale Folgen für die nationale Sicherheit und würden das Leben von Amerikanern gefährden. Snowden hatte ans Tageslicht gebracht, dass der Geheimdienst weltweit millionenfach Telefone und Internet überwacht und Verbindungsdaten speichert - selbst das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde ausgespäht. (dpa/tc)