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Neuer Intel-Chipsatz ermöglicht P4-PCs mit DDR-Speicher

18.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Verschiedene große PC-Hersteller bieten seit kurzem PCs mit Pentium-4-Prozessor und DDR-SDRAM-Speicher (Double Data Rate). Möglich macht dies eine neue Version des "845"-Chipsets von Intel. Dieser soll eigentlich erst im kommenden Januar zeitgleich mit neuen, schnelleren Pentium-4-Varianten debütieren. Der Halbleiterkonzern hat es den OEMs aber großzügig gestattet, ihn bereits vorab zu vermarkten.

Intel hatte bis vor kurzem offiziell stets die RDRAM-Speicherarchitektur von Rambus zum Standard künftiger PCs erklärt - sehr zum Leidwesen der PC-Anbieter, nach deren Ansicht das Preis-Leistungs-Verhältnis bei DDR-Modulen erheblich günstiger ausfällt. Für Rambus bleibt aus Sicht von Mercury-Research-Analyst bald nur noch ein Nischenmarkt. "Rambus passt als hauchdünnes Scheibchen an die Spitze des Marktes, wo Leute jedes bisschen Leistung wollen und dafür auch gerne tiefer in die Tasche greifen", glaubt der Experte. Frank Fox, General Manager der RDRAM Solutions Division von Rambus, gibt da natürlich kontra: Die Chips seiner Company böten gegenüber DDR bis zu 40 Prozent mehr Leistung. Das sei "ein überzeugender Vorsprung für RDRAM-Systeme", meint Fox. PCs mit DDR-Speicher kosten im Schnitt rund 100 Dollar mehr als Geräte mit klassischen DRAMs (Dynamic Random Access Memory),

Rambus-Systeme sind noch einmal 100 Dollar teurer. (tc)