Hans Szymanski wird neuer CEO der NFON AG

Neuer CEO soll NFON-Expansion beschleunigen

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Seit 1. Juli ist Hans Szymanski neuer CEO des Münchner Cloud-Telefonie-Anbieters NFON. Er löst Gerald Kromer ab, der seit Februar die Position des CEOs innehatte.
Hans Szymanski, neuer CEO beim Cloud-Telefonieanbieter NFON.
Hans Szymanski, neuer CEO beim Cloud-Telefonieanbieter NFON.
Foto: NFON

Böse Zungen lästern bereits über den überdurchschnittlich hohen Verschleiß an Führungskräften bei dem Münchner Cloud-Telefonie-Anbieter NFON und rätseln, ob bei dem 2007 gegründeten Unternehmen etwas nicht stimmt. Zur Erinnerung: Hans Szymanski ist nach Gerald Kromer, Hans-Martin Czermin und Rainer Koppitz innerhalb von 15 Monaten bereits der vierte CEO bei dem Unternehmen, das 2014 zu den Preisträgern des COMPUTERWOCHE-Wettbewerbs "Best in Cloud" zählte.

Spekulationen, dass bei NFON etwas nicht stimmen könnte, widerspricht der neue CEO Hans Szymanski im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE, "vielmehr werde ich die nächste Stufe der Expansion bei NFON einläuten und zwar nicht nur in Deutschland sondern auch international." Dabei peilt Szymanski, der zum Gesprächszeitpunkt gerade drei Tage im neuen Amt war, ein Wachstum von 30 bis 40 Prozent an. Weitere Märkte will der CEO vor allem in der EU sowie in Richtung Osten erschließen. Als Klientel hat das Unternehmen dabei weiterhin wie in der Vergangenheit Business-Kunden im Visier. Eine Ausweitung des Geschäfts auf das Consumer-Segment schloss auch der neue Manager aus.

Eine der Herausforderungen in seinem neuen Job sieht der gelernte Kaufmann darin, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der eingeschlagene Wachstumskurs durchgehalten werden kann. Dazu will Szymanski unter anderem Prozesse ändern und sich dem Ressourcenproblem widmen. In Sachen Prozessveränderungen wartet auf den CEO, der zuvor rund sieben Jahre als CEO und CFO bei dem Frankiermaschinenhersteller Francotyp Postalia Holding AG tätig war, noch eine weitere Herausforderung: Er soll die erforderlichen Strukturen für einen möglichen Börsengang schaffen. "Mittelfristig, also in zwei bis vier Jahren, ist ein IPO nicht ausgeschlossen", so Szymanski. Eine andere Option wäre möglicherweise der Verkauf des Unternehmens. Bei der Ernennung von Czermin zum CEO im Februar 2015 hatte Aufsichtsratsmitglied Koppitz noch einen Börsengang für 2016/2017 in Aussicht gestellt. (hi)

An den bewährten und gut etablierten Channel-Aktivitäten möchte Szymanski nichts ändern: "Das funktioniert alles wunderbar." Das heißt, Thomas Muschalla, Vice President Sales Germany bei NFON, steuert weiterhin mit seinem Team den indirekten Vertrieb. In Deutschland arbeitet NFON mit rund 650 Vertriebspartnern zusammen. (rw)