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Neue Telekom-Aktien zu 62 Prozent in Privathand

04.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Deutsche Telekom erzielte mit ihrem zweiten Börsengang am 28. Juni mit 20,73 Milliarden Mark einen höheren Erlös als 1996 (19,95 Milliarden Mark). Dabei wurden beim ersten Börsengang 713,7 Millionen Aktien ausgegeben – 1999 waren es lediglich 280,7 Millionen Anteilscheine.

Besonders die Privatanleger haben diesmal zugeschlagen. So gingen 62 Prozent der Papiere an Privataktionäre im In- und Ausland. Der ehemalige Monopolist ist nach eigenen Angaben die Gesellschaft mit den meisten Privatanlegern in Deutschland. Im weltweiten Vergleich zähle der Konzern die höchste Zahl an ausländischen Anlegern. Bei der zweiten Emission seien mehr als 500 000 T-Aktien an italienische Privataktionäre gegangen, zirka 50 000 an spanische, 30 000 an französische und über 20 000 an niederländische Anleger. Insgesamt liegen nun etwa 33 Prozent des Telekom-Kapitals in den Händen von privaten und institutionellen Investoren. Fast 100 Prozent der Altaktionäre übten bei der Zweitemission ihr Bezugsrecht aus. Alle 5,9 Millionen bereitgestellten Papiere für Mitarbeiter wurden von fast 112 000 Beschäftigten der Telekom gekauft.

Die Frage ist nun, wofür der TK-Riese die eingefahrenen Mittel einsetzen will. Unlängst waren vermehrt Spekulationen um Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen laut geworden, die der Carrier bis jetzt jedoch beharrlich bestreitet (CW Infonet berichtete).