Neue Studie: Kein Krebsrisiko durch Handys?

08.12.2006
Eine dänische Studie, in der die Krebsrate von fast einer halben Million Handy-Nutzern ausgewertet wurde, gibt Entwarnung: Handynutzer sind keinem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt. Doch ein genereller Nachweis der Ungefährlichkeit von Handys wird auch hier nicht erbracht.

Schlaftsörungen, Kopfschmerzen, Hirnkrebs? Die Diskussion um die Gesundheitsgefährdung durch Handy-Strahlung beschäftigt seit Jahren unzählige Wissenschaftler rund um den Globus. Doch mehr als einander widersprechende Studien, die lediglich für Unsicherheit auf Seiten der Verbraucher sorgen, sind bisher nicht heraus gekommen.

Wie eine Welle kippt die Stimmung hin und her: mal wird das Handy zum Gesundheitskiller, mal als völlig unbedenklich eingestuft. Was stimmt denn nun, fragt sich der besorgte Nutzer und überlegt, ob er sein Handy den ganzen Tag in der Hosentasche verstauen kann. Eine Lanzeitstudie aus Dänemark gibt mal wieder keine endgültige Antwort. Zwar wird zunächst Entwarnung gegeben, doch gleichzeitig auf statistische Unzulänglichkeiten verwiesen, die das Ergebnis verwässern. Doch von Anfang an: "Wir konnten keinen Unterschied zwischen jahrelangen Handynutzern und dem statistischen Durchschnitt sehen", meinte einer der Verfasser der Studie, Joachim Schüz vom Institut für Krebs-Epidemiologie in Kopenhagen gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Laut Studie besaßen 420.095 Dänen zwischen 1982 und 1995 ein Mobiltelefon. Bei ihnen wurden bis zum Jahr 2002 genau 14.249 Krebserkrankungen festgestellt. Statistikern zufolge wären für eine Bevölkerungsgruppe dieser Größenordnung zufolge mindestens 15.000 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Bei der Zahl von Tumoren im Hals- und Kopfbereich gab es also keine Unterschiede zwischen Mobiltelefonierern und dem statistischen Durchschnitt. Doch gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Vergleiche mit Menschen fehlen, die noch nie der elektromagnetischen Strahlung von Funktelefonen und Sendeeinrichtungen ausgesetzt waren.

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