Der Markt für Informationstechnik wächst weiter:

Neue Strategien für neue Anwendungen

19.08.1983

MÜNCHEN (CW) - Eine Reihe neuer Anwendungsgebiete läßt die Informationstechnik auch künftig kräftig weiterwachsen. So prognostiziert die Frankfurter Beratungsgesellschaft Diebold Deutschland AG, daß der Gesamtmarkt bis 1990 um durchschnittlich 7,5 bis 10 Prozent zunehmen wird.

Dabei sollen den Marktforschern zufolge benutzernahe Geräte und Systeme um zwölf Prozent zulegen und die Wachstumsraten für Produktinnovationen auch neue Netzdienste werden um 15 Prozent expandieren.

In einer jüngst veröffentlichten Diebold-Studie wird für den Markt der Mikrocomputer zwischen 1982 und 1987 eine Verdoppelung des Jahresumsatzes in der Bundesrepublik von 711 auf 1446 Millionen Mark vorhergesagt, für den Bildschirmtextmarkt bis 1988 eine Expansion auf 2,3 bis 4,8 Milliarden Mark.

In diesem Jahr wird der Weltmarkt für Informationstechnik ein Umsatzvolumen von 1000 Milliarden Mark überschreiten. Davon entfallen Diebold zufolge etwa 30 Prozent auf Westeuropa und mit rund 80 Milliarden Mark immerhin acht Prozent auf die Bundesrepublik. Von dem deutschen Marktvolumen werden etwa 58 Milliarden Mark Umsatz in der Kommunikationstechnik getätigt wovon wiederum fast die Hälfte auf Postleistungen entfällt. Das Volumen der Datenverarbeitung wird von Diebold auf 18 Milliarden Mark und das der Bürotechnik auf etwa vier Milliarden Mark geschätzt.

Anläßlich der diesjährigen Systems '83 weisen die Berater auf folgende Entwicklungstrends hin:

- DV-Anwendungen der 70er Jahre verlangen nach Ersatzinvestitionen,

- wachsende Investitionen können nur mit Hilfe der Informationstechnik optimal gesteuert werden,

- die Anwendungsvielfalt erfordert neue Strategien. Deshalb fänden die diesjährigen Symposien der Messe unter dem Motto statt: "Anwendungsstrategien für die 80er Jahre".