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Neue Spam-Zombies nutzen ISPs, um Mails zu verschicken

03.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Spezialisten von Spamhaus Project warnen vor einer neuen Gefahr. Spammer versuchen einen speziellen Trojaner auf Rechner von Anwendern zu schmuggeln, um dann von dort aus über den Mail-Server des jeweiligen ISPs unerwünschte Werbebotschaften zu verschicken. Es hat dann den Anschein, als käme die Spam-Flut von dem Provider, was das Abblocken via Blacklist erschwert.

Bislang wurde Spam direkt vom infizierten PC aus über eine eigene Mail-Engine verschickt. Medienberichten zufolge sind ISPs in den USA bereits auf diese Weise attackiert worden. Spamhaus meldet, einen enormen Anstieg an Spam verzeichnet zu haben, der von größeren Providern stammt. Das könnte ernsthafte Probleme für die E-Mail-Infrastruktur schaffen, warnen die Experten. Steve Linford, Leiter von Spamhaus, befürchtet einen Anstieg des Spam-Anteils am gesamten Mail-Aufkommen auf bis zu 95 Prozent, sogar einen Totalausfall des Mediums hält er für möglich. (ave)