IT & Business Excellence

NetWeaver bei Ferragamo

Neue Schuhe für globale Prozesse

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Das italienische Modehaus Salvatore Ferragamo harmonisiert seine globalen Geschäftsprozesse - vom Zulieferer bis hin zum Kunden vor Ort. Dafür sorgen SAP-Lösungen und ein konsolidierter Datenbestand.

Handgefertigte Luxusschuhe zu 100 Prozent "Made in Italy". Das ist die Basis für den globalen Geschäftserfolg des italienischen Modehauses Salvatore Ferragamo. Das Luxusunternehmen mit Sitz in Florenz inzwischen steht als Label inzwischen nicht nur für Schuhe, sondern auch für tragbare edle Mode. Es beschäftigt weltweit rund 2.600 Mitarbeiter und betreibt 550 eigene Läden in Europa, Nordamerika und Asien.

Stärkster Wachstumstreiber war zuletzt der asiatisch-pazifische Markt. Aktuell erwirtschaftet der Modespezialist dort über die Hälfte seines Jahresumsatzes. Allein in China erhöhte Ferragamo 2010 die Anzahl seiner Filialen durch die Eröffnung zehn neuer Läden auf 45. Um die starke Nachfrage in dieser Region so gut wie möglich zu nutzen, musste das Unternehmen für die neuen Standorte standardisierte und auf den weltweiten Geschäftsablauf abgestimmte Prozesse schaffen.

Prozesse vereinheitlichen und flexibilisieren

Doch die existierenden IT-Systeme waren primär auf räumlich begrenzte, lokale Markterfordernisse ausgerichtet und hätten das rapide Wachstum insbesondere in Asien nicht länger unterstützen können. Deshalb beschloss das Management, die vorhandene IT-Landschaft um Lösungen aus dem Branchenportfolio SAP for Retail zu ergänzen. Diese bieten zentrale Funktionen für die Steuerung der Bestandsführung und die Verteilung der Ware für die einzelnen Läden wie auch für den Online-Verkauf.

Mit der SAP-Einführung will das Unternehmen auch seine globalen Geschäftsabläufe über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg vereinheitlichen, von der Finanzbuchhaltung bis hin zum Verkauf in den Boutiquen vor Ort. Davon verspricht man sich verbesserte Einblicke in das operative Geschäft, in das Verhalten und die Wünsche von Kunden sowie mehr Flexibilität am Markt.

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