Neue Richtlinien für Bildschirmarbeit in Norwegen erlassen:Hersteller befürchten Absatzeinbußen

31.07.1981

STUTTGART (nw) - Neue Richtlinien für die Arbeit an Computer-Bildschirmen hat das Norwegische Amt für Arbeitsschutz erlassen. Besonders Interessant ist dabei eine Bestimmung, nach der Mitarbeiter nur die Hälfte der Arbeitszeit mit Datensichtgeräten arbeiten sollen.

Die Norweger Richtlinien fordern einem Bericht der "Druck und Papier" (Mitgliederzeitschrift der IG Druck und Papier) zufolge, daß Lichtstärke sowie Höhe, Neigung und Entfernung der phosphoreszierenden Scheiben individuell eingestellt werden können, daß die Tastatur nicht direkt unter dem Bildschirm angebracht ist und daß alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden müsse.

Jüngere Beschäftigte sollten künftig alle zwei Jahre, ältere sogar jährlich ihre Augen untersuchen lassen. Die Norweger überträfen damit noch eine deutsche DIN-Vorschrift, die 1985 in Kraft treten soll. Beide Regelwerke gelten, so berichtet die Zeitschrift, als vorbildliche Norm für ganz Westeuropa. Die Hersteller von Datensichtgeräten befürchteten bereits Absatzeinbußen.