Messe-Premieren

Neue Produkte auf der IFA

Arnd Westerdorf ist freier Journalist in Düsseldorf.
Viele Hersteller nutzen die IFA, um ihre Produktneuheiten zu präsentieren. Wir haben einige Highlights für Sie zusammengestellt.

"Auf zur IFA, fertig, los! Smarte Innovationen als erster erleben": Mit diesen Worten begrüßt die Messe Berlin potenzielle Besucher für die Leitmesse, die vom 6. bis 11. September in der Bundesmetropole läuft. Von Freitags bis Mittwoch werden hier neben Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten auch wieder jede Menge ITK-Produkte vorgestellt. Außerdem ziehen auch das IFA-Girl und die Messehostessen die internationalen Gäste in ihren Bann.

Wie es eigentlich sein sollte, könnte den attraktiven Damen ein nebulöses Produkt die Show stehlen: In der Branche halten sich hartnäckig Gerüchte, dass Samsung auf der IFA 2013 eine Computeruhr namens Galaxy Gear vorstellen und damit den gleichen, aber schon länger im Raum stehenden Produktplänen des Mitbewerbers zuvor kommen könnte.

IFA Geländeplan
IFA Geländeplan
Foto: IFA

Computeruhr-Premiere?

Foto: IFA

Hintergrund des Gerüchts ist das Event "Samsung Unpacked 2013 Episode 2" im Vorfeld der Berliner Leitmesse, auf dem das neue "Phablet" Galaxy Note 3 präsentiert werden soll. Während Insider eine Android-Armbanduhr mit einem 1,67 Zoll kleinen AMOLED-Display, 1,2 Gigahertz schnellen Prozessor, ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher und einer Zwei-Megapixel-Kamera erwarten, wird bei der Kreuzung aus Phone und Tablet auf drei Varianten mit 3G, LTE und Dual-SIM getippt. Demnach haben die Versionen eine Taktrate von 1,8 bis 2,3 GHz sowie drei GB RAM-Speicherkapazität. (Halle 20 Stand 101)

Aufklappbares Ultrabook für die Tasche

Foto: Acer

Kein Geheimnis ist hingegen das Acer Aspire P3: Das 1,39 Kilogramm leichte und 19,75 Millimeter flache Gerät soll in jede Tasche passen und die Leistungsfähigkeit eines Ultrabooks mit der Mobilität eines Tablets kombinieren. Je nach Variante arbeiten in dem Gerät Intel Core i3- oder -i5-Prozessoren, 60 oder 120 Gigabyte große SSD-Festplatten und das Betriebssystem Microsoft Windows 8. Außerdem hat das Modell ein 11,6-Zoll-HD-Display auf IPS-Basis, eine 720p-Webcam auf der Vorderseite und eine fünf Megapixel große Kamera auf der Rückseite sowie eine Chiclet-Tastatur in der Schutzhülle. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu sechs Stunden, und der Verkaufspreis beginnt bei 599 Euro. (Halle 12 Stand 101)

Preisbombe eines 3D-Druckers

Foto: Pearl

Das Versandhaus Pearl zündet nach eigenen Angaben eine Preisbombe und bringt den "ersten erschwinglichen 3D-Drucker" auf den Markt. Der FreeSculpt 3D-Drucker EX1 sei der erste 3D-Drucker für unter 800 Euro, der schon komplett montiert und auch kalibriert sei, erklärt der Anbieter aus Baden. Der Verkaufspreis des Basismodells ist auf der Pearl-Website derzeit um 1.000 Euro auf 799 Euro reduziert worden. Das Gerät gibt Objekte mit einer maximalen Größe von 225 x 145 x 150 Millimetern in einer Geschwindigkeit von 80 bis 120 mm in der Sekunde und einer Schichtdicke zwischen 0,15 und 150 mm aus. Zusammen mit einer Kamera und der Spezialsoftware TriScatch 3D und TriModo 3D wird aus dem Gerät sogar ein 3D-Kopierer, der eingescannte Formvorlagen verarbeitet. (Halle 8.2 / Stand 103)

64-Gigabyte-Temporekord für Speicherkarte

Foto: Sandisk

Flashspeicher-Marktführer SanDisk stellt mit seiner Extreme microSDXC UHC-I die derzeit schnellste Karte vor, die am Markt erhältlich ist. Sie bringt es auf eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 80 Megabyte pro Sekunde und auf ein Schreibtempo von bis zu 50 MB/s. Laut Hersteller können mit dem Produkt die Leistungspotenziale aktueller 4G-Smartphones, Tablets und Action-Kameras voll abgerufen. Sie erlauben die Aufnahme und Wiedergabe von Full-HD- und sogar von 4K-HD-Videos. Außerdem ermöglicht die 64-GB-Variante ein sofortiges Speicher-Upgrade zur Speicherung und Sicherung von Android-Daten. Die Karte ist in Speichergrößen zwischen 16 und 64 GB zu Verkaufspreisen von 26 bis 98 Euro erhältlich. (Halle 10.2 / 101)