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Serie: Virtual Reality im Unternehmen, Teil 1

Faszination Virtual Reality: Neue Perspektiven für Ihre IT

Thomas Fischer schreibt seit über 20 Jahren für unterschiedliche namhafte PC-Zeitschriften über IT-Themen sowie Business-Software, war beteiligt an der Entwicklung von Konzepten neuer IT-Magazine und arbeite mehrere Jahre in einem Verlag im Bereich Corporate Publishing. Sein Slogan ist: Technik einfach erklärt..
Virtuelle Meetings im 3D-Raum mit echter Face-2-Face-Kommunikation, live das neue Auto zusammenklicken und sich dann reinsetzen, lernen in Gefahrensituationen zu agieren, ohne in Gefahr zu sein: Virtual Reality kann unsere Arbeitsplätze und die Unternehmens-IT kräftig umkrempeln und dabei faszinierende Möglichkeit schaffen, die Firmen und Mitarbeiter begeistern. Immer mehr Unternehmen nutzen das Potenzial dieser innovativen Technologie und entwickeln spannende Geschäftsmodelle.

Aktuell ist Virtual Reality (VR) der mit Abstand spannendste IT-Trend. Im ersten Teil dieser Serie zu Virtual Reality im Unternehmen zeigen wir die neuesten Entwicklungen und Trends auf. Dabei legen richten wir den Blickwinkel besonders darauf, wie VR der IT neue Spielräume ermöglicht und Unternehmensorganisationen auf eine neue Ebene heben kann. Mit der VR-Checkliste im zweiten Teil der Serie erfahren Sie, ob Ihr Unternehmen fir für VR ist, Teil 3 zeigt, wie Unternehmen schon heute VR erfolgreich nutzen.

VR-Anwendungen erschaffen im Gegensatz zu Darstellungen auf einem 2D-Bildschirm künstliche Welten, die täuschend echt wirken und die Interaktion von Mensch und Maschine neu definieren. Dabei sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos.

So ist die Technik in der Lage, Personen in einen echten Raum einzublenden, die weit entfernt sind - so realistisch, als stünden sie wirklich vor einem. Werkstücke lassen sich modellieren und einpassen, ohne sie je produziert zu haben. In der Medizin können beliebig viele junge Ärzte eine Operation live beobachten und den Blickwinkel auf das Geschehen individuell ändern, ohne physisch anwesend zu sein.

Diese Technik wird nicht nur den Arbeitsplatz von wenigen Spezialisten verändern, sondern hat das Potential, in jede Firma Einzug zu halten. Hierzu sind speziell IT-Entscheider als innovative Visionäre und Vordenker für die eigene Unternehmung von Bedeutung. So hat zum Beispiel die Spiele- und Unterhaltungsindustrie Virtual Reality schon zu einem Milliarden-Dollar-Business gemacht, wie der aktuelle Hype um die App Pokémon GO belegt, die innerhalb von 19 Tagen nach Veröffentlichung weltweit mehr als 75 Millionen Downloads verbuchte und aktuell kräftig weiter zulegt. Jetzt folgt der nächste Schritt: Zahlreiche Unternehmen setzen bereits erfolgreich Virtual-Reality-Anwendungen ein und profitieren von den geschäftlichen Vorteilen. Wollen zukunftsfähige Unternehmen konkurrenzfähig bleiben, kommen sie über kurz oder lang nicht umhin, sich auch mit dem Thema Virtual Reality (VR) auseinanderzusetzen. Im Geschäftsleben und am Arbeitsplatz der Zukunft kann VR eine wichtige neue Rolle einnehmen.

Virtual Reality stellt hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur

Für die IT-Verantwortlichen in den Unternehmen bedeutet dies, sich schon jetzt mit dieser innovativen und faszinierenden Technologie zu beschäftigen und die von ihnen betreuten Systeme darauf vorzubereiten. Die Marktforschung von Gartner bewertet Virtual Reality bereits als eine der wichtigsten Technologien im Jahr 2016 für CIOs.

Die Prognose des britischen Beratungsunternehmens für virtuelle Technologie KZero zeigt, welches Potenzial allein im VR-Markt steckt: Demnach soll bis zum Ende des Jahres 2018 der weltweite Umsatz mit Hard- und Software für Virtual Reality knapp zehn Milliarden US-Dollar betragen.

Prognose zum Umsatz mit Virtual Reality weltweit in den Jahren 2014 bis 2018 (in Millionen US-Dollar
Prognose zum Umsatz mit Virtual Reality weltweit in den Jahren 2014 bis 2018 (in Millionen US-Dollar
Foto: KZero (kzero.co.uk), Statista

In künstliche Welten eintauchen

Virtual Reality ersetzt die wirkliche Umgebung mit einer am Computer erschaffenen, künstlichen Realität. Dem Anwender werden dabei sämtliche Aktionen in Echtzeit vermittelt, sodass er sich je nach Anwendung vollständig in diese virtuelle Welt eingebunden fühlt und sogar mit ihr interagieren kann. Der Lerneffekt ist dabei deutlich intensiver und besser. Genau das macht den Reiz und die Faszination dieser Technologie aus: Nämlich Dinge und Situationen zu erleben, auszuprobieren und sogar zu fühlen, die im "realen" Leben nicht möglich oder gefährlich sind. So etwa in einem von Dell im Rahmen des Nachhaltigkeitsplans für 2020 unterstützten VR-Projekt zum Schutz der Meere, das einen virtuellen Tauchgang mit Walen ermöglicht.

Spannende VR-Projekte in Unternehmen, Bildung und Forschung

Im geschäftlichen und beruflichen Einsatz sind schier unendlich viele VR-Anwendungen denkbar und in einigen Unternehmen bereits Realität. In der Autoindustrie nutzen beispielsweise die Ingenieure und Designer von Ford VR-Anwendungen für die Entwicklung und für das Testen neuer Autos. Gegenüber den herkömmlichen Methoden lassen sich damit jährlich etwa acht Millionen Dollar einsparen. Audi nutzt VR-Technologie für den Vertrieb seiner Fahrzeuge, wobei Kunden mithilfe der virtuellen Realität Ihr Wunschauto lebensecht konfigurieren und virtuell ausprobieren können.

Auch in der Tourismusbranche ergeben sich spannende Einsatzmöglichkeiten für Virtual Reality. So entwickelte Carnival, ein US-Anbieter von weltweiten Schiffs-Kreuzfahrten, eine VR-Anwendung, mit der sich seine Flotte von 25 Kreuzfahrtschiffen und bestimmte Ziele bereits vor Buchung der Reise virtuell erkunden lassen. Auch Hotelketten wie etwa Marriott bieten ihren Kunden an, Hotels und lokale Sehenswürdigkeiten virtuell vorab zu erleben.

Für die IT in der Medizin bietet Virtual Reality ebenfalls große Vorteile. Ärzte können beispielsweise neue Operationsmethoden testen, ohne dabei Patienten zu gefährden. Auch für die medizinische Ausbildung lässt sich Virtual Reality nutzen: Am Royal London NHS Hospital wurde etwa im April 2016 über eine VR-App von Medical Realities die Operation eines an Krebs erkrankten Patienten übertragen. Das Bahnbrechende dabei war, dass die Studenten den eigenen Blickwinkel und Blickpunkt in Echtzeit selber wählen konnten. Möglich wurde das unter anderem durch eine spezielle Kamera mit 360 Grad Aufnahmetechnik.

Für die IT-Abteilung im eigenen Unternehmen ist "Virtual Reality" nicht selten Neuland, bietet aber auch die eine Chance, die eigenen Mitarbeiter zu motivieren und neuen Schub zu erzeugen. Sich technologisch von Konkurrenten im Markt abzusetzen und Modernität zu zeigen, führt zu neuem Schwung, den auch die Kunden spüren. Dies hilft auch, die dafür neuen Strukturen in der IT zu schaffen und die notwendigen Investitionen in Spezial-Soft- und Hardware zu erhalten.

Die IT ist dabei in besonderem Maße gefordert, weil sie sich natürlich erst einarbeiten, zugleich aber auch zeigen muss, welche Vorteile die neue Technik bringt - dass sie also nicht ein teures Spielzeug ist, sondern neue Umsatz-Möglichkeiten oder Innovation schafft, die sonst nicht möglich wären.

Virtual Reality - die Technik der Illusion

Unter Virtual Reality versteht man eine vollkommen künstliche, interaktive Realität, die per Software am Computer erzeugt wird und nur über eine spezielle Brille wahrnehmbar ist. Diese Brille schirmt den Anwender von der realen Umwelt ab. Seine Augen blicken auf zwei kleine Bildschirme innerhalb der Brille. Ein Linsensystem sorgt dafür, dass die vom Computer gelieferten Bilder der virtuellen Darstellungen scharf erscheinen und beide Bildschirme in der Wahrnehmung zu einem dreidimensionalen Bild verschmelzen - der virtuellen Realität. Weitere Effekte, etwa ein speziell aufbereiteter Sound sowie zusätzliche physische Effekte, die zur optischen Wahrnehmung passen, lassen die virtuelle Realität real erscheinen. Solche Effekte können zum Beispiel Wind, Bewegungen der Standfläche des Nutzers oder Rückmeldungen von Bewegungen an das VR-System sein.

Eine allgemeine und zugleich unangenehme Nebenerscheinung dieser Technik ist, dass sie bei vielen Menschen Übelkeit hervorruft. Der Grund: Das Gehirn registriert, dass die optische Wahrnehmung nicht mit der physischen Wahrnehmung des Bewegungssystems im Körper übereinstimmt, weil dieser sich ja in der realen Welt befindet. Aber auch hier ist die Forschung dabei, Lösungen zu finden, die die Übelkeit verhindern.

Augmented Reality und Mixed Reality

Augmented Reality und Mixed Reality bezeichnen eine Erweiterung der physischen Realität, bei der diese mit im Computer erzeugten Zusatzinformationen überlagert wird. Die Darstellung erfolgt dabei dreidimensional und interaktiv. Sie kann etwa am Display eines Smartphones erzeugt werden oder über eine spezielle Datenbrille. Im Gegensatz zu Brillen für Virtual Reality ist der Bildschirm solch einer Brille transparent, so dass weiterhin die reale Umwelt zu sehen ist. Spannende geschäftliche Anwendungen sind beispielsweise mit der von Microsoft entwickelten HoloLens möglich. Sie sieht aus wie ein Mix aus Sonnenbrille und einer typischen VR-Brille. Mit ihr lassen sich über die sichtbare reale Welt virtuelle Objekte projizieren.

Gesteuert wird das über einen PC oder über eine Steuereinheit am Körper des Benutzers. Die erzeugten virtuellen Objekte verschmelzen mit der realen Welt und ermöglichen die Interaktion. Die Steuerung erfolgt dabei über Gestik und Kopfbewegung sowie über den Blickwinkel der Augen. Die HoloLens ist ideal für Unternehmen, die CAD-Systeme wie Autodesk einsetzen. Sie unterstützt mit virtueller Technologie bei der Entwicklung und beim Testen neuer Produkte. Erste Entwickler-Kits hat Microsoft im März dieses Jahr zur Verfügung gestellt. Wann die HoloLens in den Verkauf kommt, steht allerdings noch nicht fest.

Bei der Einführung des Augmented-Reality-Spiels Pokémon GO hat sich aber schon gezeigt, dass die dahinterliegende IT-Infrastruktur eine kritische Rolle spielt. VR-Anwendungen brauchen große Rechenleistung und Hardware, die damit Schritt halten kann.

Dell ist seit langem im VR-Umfeld als Anbieter von 3D-Lösungen bekannt und kann mit seiner breiten Palette an Hard- und Software passende Lösungen kostengünstig und schnell entwickeln. Mit zertifizierten Workstations, die "VR-Ready" sind und hyperkonvergenten Servern, die sich in der Leistung nahezu beliebig skalieren lassen, bietet Dell ein breites Portfolio an, um in Unternehmen die Voraussetzungen für interaktive VR-Anwendungen zu schaffen.

Fazit

Nahezu täglich entstehen in den innovativen IT-Entwicklungslaboren spannende neue VR-Systeme, Anwendungen und Apps. Der erste Teil unserer Serie hat gezeigt, welche faszinierenden neuen Möglichkeiten die virtuelle Realität auch im Arbeitsalltag bietet. Zahlreiche Unternehmen aus Industrie, Handel, Forschung und Medizin haben bereits reagiert: Virtual Reality hat in vielen Bereichen von der Simulation bis hin zur Produktentwicklung oder dem Vertrieb Einzug gehalten. In Zukunft werden VR-Anwendungen ein integraler Bestandteil der modernen Arbeitswelt sein. Unternehmen sollten sich darauf einstellen, ihre IT-Strukturen möglichst bald fit für die virtuelle Realität zu machen.

Im zweiten Teil der Serie können Sie anhand einer VR-Checkliste selbst testen, wie gut Ihre Unternehmens-IT auf die Herausforderungen der Virtual Reality vorbereitet ist und wie Ihr Unternehmen von VR profitieren kann. Der dritte Teil der Serie stellt aktuelle Anwendungsbeispiele für Virtual Reality im Unternehmen vor.

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Björn Naß

Huch, ich dachte Frau Merkel sei auch nur eine Figur in einem VR-Spiel. D'oh!

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